Wo sind die Barfüßer 2023?

Noch sehe ich die KI als - zunehmend besser werdende - Hilfe. Beim Programmieren kann die KI nützliche Arbeiten verrichten, die aber ohne menschliche Kontrolle meistens nicht ganz perfekt ist.

Zusammenfassung von Nachrichten oder Büchern sind erstaunlich gut, wobei Nuancen oft übersehen werden oder ein etwas unpassender Fokus vorkommt.

Bei der Suche ist KI oft sehr hilfreich, wenn man z.b. einen Teil der Handlung kennt, aber der Titel eines Buchs nicht bekannt ist.

Und zu guter Letzt: es gibt Arbeiten, die in Zukunft kein Mensch machen muss. Und das ist auch gut so.
Ein BGE ist irgendwann vermutlich die logische Konsequenz. Andere Arbeiten werden noch sehr lange menschlich gemacht werden müssen. Auch die Robotik ist noch sehr weit von dem entfernt, was jeder Mensch kann.

Ich hab keine Angst davor. Aber es gibt natürlich auch Aspekte, die man im Blick behalten muss. Und selbstverständlich wird auch jemand eine Waffe daraus bauen.

Na ja, die „Intelligenz“ ist doch sehr beschränkt - aber immerhin (in diesem Fall!) erheiternd:

Barfüßer, die Schuhabdrücke hinterlassen,
eine offenbar mit Verbrenner betriebene Straßenb… sorry … Tram,
Menschen, die offensichtlich mal zum Chirurgen müssen (oder einen bei einem solchen einen massiven Kunstfehler erlitten haben)
interessanter Schattenwurf …

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Tatsächlich ist die Art und Weise aber sehr an unsere Art zu denken angelehnt.

Wir denken auch nicht alle Details auf einmal, sondern erst einmal einen groben Entwurf einer Szene. Wenn wir uns dann auf einen kleineren Ausschnitt konzentrieren, dann fällt uns dazu auch eine genauere Beschreibung ein. Oder wir haben ein Detail im Kopf und dann baut unsere Vorstellung das Umfeld dazu. Auch machen wir dabei Fehler. Unsere Vorstellung ist kein Foto.

Die KI kann diesen zoom nicht und zur Zeit wird der Output nicht automatisch auf Plausibilität geprüft. Das wäre möglich, würde aber den Aufwand extrem erhöhen. Das wird kommen, denke ich. Dann würden die gruseligen Details vermutlich erkannt und korrigiert.

Das hoffe ich nicht !

Man weiß ja jetzt schon längst nicht mehr welchen (Presse-) Bildern man überhaupt noch trauen darf und wo man manipuliert wird.

Das kann nicht verhindert werden. Ki braucht zwar unfassbar viel Rechenzeit beim Training, aber eine trainierte ki läuft auf einem relativ üblichen Rechner, danach.

Schöne neue Welt…

Wenn man sieht bzw. hört wie z. B. jetzt damit Stimmen zu Videos von bekannten Persönlichkeiten imitiert werden - so absolut täuschend echt.
Und wie man damit Meinungen, Wahlen und mehr beeinflussen kann - das finde ich höchst bedenklich.

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Ich habe gerade in den direkt am Meer - ob Ost- oder Nordsee - gelegenen Orten die meisten Schwierigkeiten bekommen.

Was für mich in der Tat nicht wirklich nachvollziehbar ist …

Erscheint mir logisch. Wer dort barfuß geht, kommt oft vom Strand und das wird als unhöflich empfunden. Oft ist es das auch. Ungewaschene Füße, nasse Klamotten, schlechtes Benehmen. Kennt man, wenn man einen Urlaub am Strand gemacht hat.

Gleiches gilt in anderen Ländern, wo Schuhe einfach Ausdruck von Respekt sind.

Ich schätze, dort sollte man Rücksicht nehmen und Schuhe mitnehmen. So, wie man manche Kirchen nur mit langer Hose betreten darf oder bei Frauen nur mit Kopftuch.

Die Gründe sind oft Quatsch, rein sachlich gesehen. Aber es bringt ja auch keinen um, sich etwas zurück zu nehmen, wenn die Umwelt einfach nicht bereit ist?

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Darüber könnte man - je nach Fall - durchaus lange diskutieren.

Änderungen im allgemeinen Bewusstsein sind stets mühsam errungen worden!

Hättest du Dir in den 60er Jahren Frauen mit Tattoos vorstellen können ?
Oder die heutige sexuelle Freizügigkeit?
Scheidung war damals noch fast mit dem gesellschaftlichen Aus verbunden.

Und und und … stets waren es Vorreiter die gegen allgemeine "Glaubensgrundsätze („Das gehört sich nicht/das haben wir schon immer so gemacht…“) verstießen.

Und dabei meine ich nicht - darauf lege ich Wert - bei Dingen die andere wirklich (!) beeinträchtigen!

Rauchen gehört z. B. dazu. Eine Punkerfrisur dagegen nicht …

(Ach ja … und die Unsitte der „Lebend-Feuerbestattung“ seitens der Inquisition ist - beinahe hätte ich geschrieben „Gottseidank“ :wink: - auch durch das Zeitalter der Aufklärung inzwischen abgeschafft.)

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Ich bin überzeugter Christ und hatte auch mal meine Zeit, wo ich Menschen wirklich sehr dringend bekehren wollte. Es hat gebraucht um zu erkennen, dass das oft nicht der richtige Ansatz ist. Ich fürchte, ich habe damit auch Leute verschreckt.

Von daher habe ich gelernt, dass ich eben manchmal ein bisschen zurückstecken muss, wenn ich eigentlich einen Schritt vorwärts machen wollen würde.

Ich sehe das hier ähnlich. Ich will ab jetzt gerne barfuß sein. Vor ein paar Monaten hätte ich das nicht für möglich gehalten und bei anderen vielleicht sogar verurteilt. Die Tatsache, dass ich immer noch zu oft urteile ist auch eine Erkenntnis, die mich dazu bringt an mir zu arbeiten. Ich bin zu dem Thema gekommen, weil ich es positiv erlebt habe. Ein Gast, der mit „Gewalt“ in einem Restaurant barfuß sein will, in einer Kirche oder Museum, hätte mich vermutlich nicht überzeugt.

Ich meine; ich bin glaube an den „Erlöser der Welt“ und kann mich da zurücknehmen, weil ich Menschen nicht abschrecken, sondern einladen/überzeugen möchte. Und ob man nun Schuhe trägt oder nicht, ist im Vergleich zu einem solchen Glauben nicht wichtiger, oder?

Also deshalb würde ich entweder Schuhe anziehen, wenn Diskussionen nicht funktionieren, oder freundlich den Ort verlassen, wo ich nicht willkommen bin.
Beides halte ich für besser, als mit der Brechstange zu kommen. Und religiös war die „Lebend-Feuerbestattung“ eine sehr fiese Brechstange, die sicher absolut niemanden von einem liebenden Gott hat überzeugen können. Der Schaden war gewaltig und noch heute hallt das oft in den Kirchen noch nach. Das möchte ich in keinem Lebensbereich haben.

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Nö, halte ich nicht für zwingende Logik.
Ist doch eine völlig persönliche Wertung

Ging mir nur darum, dass es mir persönlich zwar extrem viel bedeuten kann, dass ich aber damit leben muss, wenn es einem anderen völlig am A. Vorbei geht.

Und ich denke, man kann auch für’s barfuß gehen keinerlei Erwartung an andere haben.

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Hallo Sven,

nur um das noch mal zu verdeutlichen:

Selbstverständlich respektiere ich Deine Einstellung und Deine jeweiligen Entscheidungen !!

Ich (!) habe mich nur (längst) zu der Ansicht durchgerungen dass ich alles machen werde was

  1. niemandem schadet (und ich meine damit wirklich „schadet“ ! Siehe oben - meine Beispiele „Rauchen/Punkerfrisur“)

  2. und mir gut tut/vernünftig ist; bzw. was ich für mich als sinnentleertes oder sogar schädliches Handeln erkannt habe

Davon unbenommen respektiere ich selbstverständlich auch das individuelle Hausrecht. Hier habe ich ja dann die Freiheit zu entscheiden - wie Du es ausführtest - mich anzupassen oder eben zu verzichten.
Anders aber, wenn es sich zum Beispiel um eine Behörde handeln würde zu deren Besuch ich aus irgend einem Grunde gezwungen wäre! Oder ein öffentliches, vom Steuerzahler finanziertes Gebäude.

Hört sich aber jetzt alles dramatischer an als ich es jemals erlebt habe.

Konzerthaus, Staatstheater, Museen, Behörden, Gericht - ich hatte noch nie Probleme. Liegt aber vielleicht auch an der Art und Weise wie ich auftrete?
Gepflegt, freundlich - niemals provokant, sondern einfach ganz selbstverständlich barfüßig…

Ach ja … und … seufz … ich weiß ja nicht wie alt Du bist. Ich erinnere mich noch gut an die Ära der „Langhaarigen“ Wie schallte es uns damals dank eines Barden (der das allerdings als beißende Satire gemeint hatte!) entgegen: „Mit der HECKENSCHERE müsste man Euch die Haare schneiden…!“

Weshalb? Haben die jemandem geschadet ? Oder ging es um reine intolerante Spießigkeit/Überheblichkeit?

Und ich favorisiere keineswegs die Brechstange.
Finde es aber auch wichtig in mancher Beziehung konsequent - aber eben nicht „verbohrt“ !!!) zu sein und zu mir zu stehen.

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Alles fein. Du machst es wie du es richtig findest.
Und ich schreibe niemanden etwas vor.

55 bin ich. Und auch wenn ich nie lange Haare hatte, hätte ich auch nie jemanden seine nicht gegönnt :wink:

Und letztlich würde ich dir in fast allen Punkten voll zustimmen.

Die Abwehrhaltung gegenüber den Zwängen der Gesellschaft hat wahrscheinlich bei jedem von uns eine andere Ursache.
Ich zum Beispiel, um mal ein harmloses Beispiel heranzuziehen, könnte mir vorstellen, dass zum Teil meine Barfüßigkeit von heute die nicht ausgelebte Langhaarigkeit von damals kompensiert.
:smirk:

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Ich war nie spießig, aber zu angepasst in vielen Dingen. Wer einen großen Freiheitsdrang hat, der fand oft, ich wäre feige.

Und ich muss zugeben, das stimmt manchmal.

Ich habe die Leute still bewundert, die einfach gemacht haben und nicht gefragt.

Wenn es gut läuft lernt der angepasste sich frei zu machen und der mit dem Freiheitsdrang wird gnädiger mit seiner Umwelt.

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Das ist ein weiser Spruch, der über das schöne, altbekannte „leben und leben lassen“ noch hinausgeht, danke! :+1:t4:

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Ich bin ein großer Verfechter von „lebenslang lernen und wachsen“. Und ich finde einen gnädigen Umgang mit anderen gut.

Spannend, dass vor allem Leute damit Probleme haben, deren Lebensstil auf den ersten Blick sehr erfolgreich ist. Wer, wie ich, so seine Probleme im Leben hatte, der war früh damit konfrontiert. Profitieren können meines Erachtens alle davon.

…bei über 50 Kriegen auf der Welt ( nur wenige davon ´`Medientauglich`` ).an den Erlöser zu glauben ist schon sportlich. Ich denke,ohne Religionen wäre die Welt friedlicher. Kann jeder glauben was er will,aber denkt bitte über diese Kirchensachen mal in Ruhe nach…

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Alles kann religiöse Züge annehmen oder Teil eines Glaubens sein. Spezielle Ernährung z.b. oder auch barfuß gehen. Das kann gut sein oder auch übertrieben. Deswegen kam das hier vor. Aber natürlich ist das hier kein religiöses Forum, auch wenn verschiedene Leute hier eine spirituelle oder religiöse Einstellung haben. Nicht um dich zu nerven.

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