Barfuß-Content als Alltags-Inspiration?

Auch nach Jahren als gelegentlicher Barfußgeher kostet es mich Überwindung, wenn plötzlich viele Menschen auftauchen oder ich an neuen Orten unterwegs bin.

Aktuell schaue ich mir deshalb auf Instagram Videos von Menschen an, die ganz selbstverständlich barfuß durch die Straßen oder den urbanen Alltag gehen – in der Hoffnung, dass mir dieser Content Mut macht.

Ehrlich gesagt muss ich aber zugeben: Bisher hat mir das reine Anschauen der Videos noch nicht wirklich geholfen, meine Hemmungen im echten Leben abzubauen. Sobald ich selbst auf dem Asphalt stehe, schaltet sich der Kopf wieder ein. Leider lässt sich das, was ich auf dem Bildschirm sehe, nicht so leicht in die Realität übertragen.

Nutzt von euch auch jemand solchen Content zur Motivation?

Ein Internetspruch besagte einst:
„Was sollen denn die Anderen denken?“

„Was denn? Die denken???“

In diesem Sinne:
Viele Leutchen haben ihre eigenen Sorgen und Gedanken und achten sich nicht auf dich oder sonst jemanden. Die Bedenken existieren hauptsächlich im eigenen Kopf.
Wenn du mit Lächeln hinter dem stehen (gehen) kannst, was du tust, werden dies die wenigen Menschen, welche dich tatsächlich beachten auch sehen.

Es macht einen ganz anderen Eindruck, ob du mit einem Lächeln durchs Leben gehst, oder ob du ständig über deine Schultern schaust, was wohl irgend welche Personen denken, welche du ohnehin nur ein einziges Mal in deinem Leben siehst.

Das Lama der Weisheit sagte einst: „Lächle, du kannst sie nicht alle anspucken…“.

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Hallo Gregor, Online-Videos können gar etwas kontraproduktiv sein, weil es nicht selten zeigt, dass bafuss etwas Aussergewöhnliches ist. Es gibt aber Videos, die durchaus inspirierend wirken: Zum Beispiel diese Reportage hier - wurde hier glaube ich auch schon einmal thematisiert.

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Ich kann die Bedenken von Gregor nachvollziehen.
Barfüßigkeit in der Öffentlichkeit entspricht leider nicht (mehr) der erwarteten Normalität bei der Bevölkerung.
Seit diesem Jahr fahre ich aber sehr häufig in meiner Freizeit mit dem Fahrrad barfuß.

Ein Streckenmix durch die Stadt, Stadtrand, ländliche Gebiete usw.
Was ich festgestellt habe, ist, dass es wirklich niemanden zu interessieren scheint, die wenigsten bemerken es,
Kommentare oder komische Blicke gibt es gar nicht.

Inspiriert dazu wurde ich aber nicht durch Videos, sondern durch die Beiträge und Erfahrungen in diesem Forum.

Ich weiß aber nicht, ob ich auch barfuß durch die Stadt gehen würde, kommt vielleicht noch.

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Danke für deine Perspektive! Die Reportage, die du verlinkt hast, kenne ich übrigens schon. Ich finde, die ist wirklich sehr sympathisch gemacht!

Ich vermute, Selbstbewusstsein in diesem Punkt geht nur durchs Immer-wieder-selber-machen. So war es bei mir. Wenn man es 10 oder 20 oder mehr Mal erlebt, dass die Menschen um einem herum es nicht die Bohne zu interessiert, dass man total nackte Füße hat, schwindet irgendwann die Scheu.
Wie hier im Forum schon oft thematisiert findet der eine oder andere es dann sogar schade, dass andere Menschen gar nicht empfinden können, wie besonders (und schön) es ist, barfuß zu sein!

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Moin Karl,

du hast Recht, genauso habe ich es auch gemacht, immer etwas mehr probieren und erleben, das es die wenigsten wahr nehmen. Wenn ich allerdings angesprochen werde dann aber immer nur freundlich und interessiert.

An alle in der Runde, die noch zögern, traut euch,habt Geduld und genießt jeden Fortschritt, lohnt sich :blush:

Gruß Ralf :footprints:

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Servus Gregor,

vergiss irgendwelche vermeintlichen Motivationen, wenn es dir Spaß macht, barfuß zu gehen, zu laufen, zu leben. Dadurch bekommt das, was eigenlich eine Kleinigkeit ist und einzig und allein deine Entscheidung, erst den Hauch des irgendwie Komischen, Illegalen, Außergewöhnlichen. :ear:

Mach dir Folgendes klar:
nach meinen Erfahrungen kriegen die meisten Menschen, denen du auf der Straße begegnest, gar nicht mit, dass du barfuß bist – vorausgesetzt, du verhältst dich ganz normal, wie immer.

Von denen, die es doch bemerken, ist es 80% völlig wurscht; sie haben anderes im Kopf. Es gibt auch Dinge, die viel mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wilde Tattoos, Leute in HighTech-Rollstühlen, komische Sprüche auf T-Shirts …

Vom letzten Posten bleiben also 20%. Davon wiederum beneidet dich die Hälfte um die Freiheit, die du genießt, und dass du nicht in miefigen Mauken rumlaufen musst. Manche äußern das auch. Vor allem am Berg höre ich häufig „Barfuß? Respekt!“

Nun bleiben noch ein paar Prozent, die denken, dass du ein komischer Kauz bist. Du kannst eh nie beeinflussen, was die Leute von dir denken, du kannst nicht hinter die Stirne schauen, aber: du kannst entscheiden, ob es dich interessiert. Nö!

Bleibt praktisch nix mehr übrig :grinning_face:

Dass jemand sein Missfallen äußert, kommt außerordentlich selten vor. Ich lebe seit über acht Jahren 24/7 barfuß und in dieser Zeit ist es mir nur einmal passiert, dass ich aufgefordert wurde, Schuhe anzuziehen (Hotelrestaurant), und ein andermal schüttelte ein Verkäufer verständnislos den Kopf, 20 Meter entfernt. In acht Jahren!

Tritt gar nicht erst in Verhandlungen mit dir selbst (soll ich, soll ich nicht?), wenn du das Haus verlässt und keinen zwingenden Grund hast, Schuhe zu tragen, geh einfach raus. Wenn du das zwei, drei Wochen lang machst hast du’s geschafft. Der Sommer eignet sich prima dafür.

Never excuse, never explain! Nur wenn dich jemand mit echtem Interesse fragt, warum du keine Schuhe trägst, kannst du’s ja erklären, wenn du grade Lust und Zeit hast: es macht halt einfach einen Wahnsinns-Spaß und vermittelt das Gefühl von ewigen Ferien :rofl: Oder was auch immer deine persönliche Motivation ist.

Und nochwas fällt mir ein:
weder im Grundgesetz, noch in der Bibel, dem Koran oder irgendeinem anderen, mir bekannten Kodex steht „Du sollst Schuhe tragen!“. Diesen Imperativ hat erst die Schuhindustrie des 20. Jahrhunderts in die Welt gesetzt und leider sehr erfolgreich in unsere Köpfe implantiert.

Man kann den ganzen Sermon auch salopp zusammenfassen: es interessiert da draußen keine Sau, ob du barfuß rumläufst, das „Problem“ existiert nur zwischen deinen Ohren :wink:

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Seit diesem Jahr gehe ich konsequent mit dem Hund barfuss spazieren und ich sehe meistens dieselben Hundehalter. Ich hatte immer Sandalen in Griffnähne da es mir peinlich war und ich fragte mich, was die Leute wohl denken. Aber es gab überhaupt keine Reaktion. Manachmal wechseln wir ein paar Worte und es gab noch nie eine einzige Bemerkung wegen der Barfüssigkeit. Seither überlege ich es mir nicht mal, ob ich Schuhe mitnehme oder nicht.

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Am 6.6.27 ist der nächste Weltnaturistentag. Es werden schon Demos geplant. Da mitzulaufen… Das kostet Überwindung, mit oder ohne Lendenschurz und Sternchen auf den Brustwarzen.

Ich geniere mich mittlerweile mehr, wenn ich Schuhe anhabe. Ich habe nämlich einen Ruf zu verlieren.

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Hallo allseits,

also andere barfuß zu sehen, auch auf Bildern war für mich schon auch Motivation, das auch machen zu wollen, Fernsehberichte (oder YouTube, Fernsehen hab ich seit paar Jahren nimmer) eher weniger, weil in den Berichten die ich so kenne oft eher solche gezeigt werden, die barfuß relativ extrem durchziehen. Und natürlich bin ich Realist genug zu wissen, das ich niemals dreistellige Kilometer barfuß laufen könnte, geschweige denn irgendwelche Alpenüberquerungen (beides würde ich noch nichtmal mit Schuhen je wagen) je schaffen werde. Da unerreichbare Ziele eher frusten versuche ich natürlich, mich dann eher von denen inspirieren zu lassen, für die eben kleine Dinge ein Erfolg sind. Eben Dinge wo ich feststelle: Ja das könnte ich vielleicht auch barfuß hinkriege wie ein Stadtrundgang, ein Artzbesuch, ins Kino, oder eben einkaufen und Wege zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Und dann das machbare halt sooft es geht. Wenn der Körper dazwischen aber man meint, nee heut’ geht’s nicht, dann muss ich mich dem beugen und halt auch mal sagen ja okay dann halt nicht (z.b wenn die Risse mal wieder so tief werden so dass jeder Schritt schmerzt)

Gruß Daniel

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