Ich bin aus Köln und laufe für mein Leben gerne ohne Schuhe! Angefangen hat es zunächst vor langer Zeit in der Nähe des Rheins, dann war ich mal abends mit unbequemen Schuhen auf den Kölner Ringen unterwegs und habe die Schuhe einfach in den Müll geworfen und die Socken in die Hosentasche gesteckt und dann barfüßig nach Hause gelaufen. Klasse! Dann später die FlipFlops ausgezogen, in der Hand gehalten, und dann barfuß durch die Stadt. Dann hatte ich vor rund 4 Jahren eine mißglückte OP am Fuß, bei dem ein Lipom stümperhaft entfernt wurde und die Wundheilung eine Ewigkeit gedauert hat. An einer blöden Stelle, so dass mir eigentlich alle Schuhe gedrückt und weh getan haben. Also bin ich dann privat sehr oft barfuß, ohne FlipFlops oder andere Schuhe und ohne Rucksack o. Ä. gelaufen und einkaufen gegangen, von der Arbeit nach Hause, in Bus und Bahn usw.
In dieser Phase gab es oft unpassende Bemerkungen und ich war manchmal verunsichert. Seit dem letzten Jahr bin ich relaxt und sehr selbstsicher. Diesen Sommer bin ich fast mehr barfuß unterwegs als mit Schuhwerk. Zur Arbeit (3 km durch belebte Straßen), zum Einkaufen, ins Café etc. - alles ohne Ersatzschuhwerk und ohne Rucksack/Taschen - also kann ich auch keine Schuhe bei mir haben. 2 positive Bemerkungen - das war es schon. Natürlich schauen die Leute, aber ich gucke den Leuten dann direkt in die Augen und dann war es das. Bekannte fragen oft, ob ich kein Geld mehr für Schuhe hätte und ich sage, dass ich auf die nächste Gehaltserhöhung warte … Irgendein blöder Spruch zurück und das Thema ist erledigt.
Ehrlich gesagt, ich laufe nicht nur barfuß, weil es schön ist, die verschiedenen Untergründe zu spüren, sondern weil es mir wirklich sehr gut tut. Kein Fersensporn, keine Schmerzen in den Füssen, im Knie, in der Hüfte und Rücken.
Warum also FlipFlips, Sandalen usw. tragen? Ist doch eigentlich „grober Unfug“!
Ich habe den schönen Tag heute wieder genutzt und bin über 16.000 bafüssige Schritte durch die Stadt gelaufen. Als Sommer - Bafussläufer denke ich schon mit Sorge an die anstehenden kühleren Herbsttage. Jetzt muss ich jeden wärmeren Tag nutzen. Morgen erst einmal barfuß ins Café frühstücken gehen und dann barfuß mit dem Rad ins Büro fahren.
Am Dienstag wieder komplett barfuß über 13.500 Schritte, gestern etwas weniger und heute wieder barfuß ins Café, ins Büro und nachher noch abends ein Absacker in einer Kneipe, in dem man als Barfußbesucher eher langweilig ist. Neben dem Dienstag wieder ein komplett barfüßiger Tag. Aber auf dem Rückweg fing es ganz schön an zu regnen und es wurde schon etwas kühler. Aber der Boden war noch angewärmt und die Pfützen angenehm. Am Montag wurde es abends auch ganz schön schattig im Bistro auf der Terrasse bei mir um die Ecke. Da hatte ich echt kalte Füße. Mir macht der anstehende Herbst ein wenig Angst, weil ich doch eher ein Weichei und Warmduscher bin!
Ich bin diesen Sommer so viel barfuß gelaufen, dass ich gar keinen Nerv darauf habe, nur noch beschuht herumzulaufen. So um die 20 Grad herum will ich noch durchhalten, aber danach …
Fremde Passanten etc. sprechen mich so gut wie gar nicht mehr an. Und mit denen, die ich kenne, weiß ich inzwischen sehr gut „umzugehen“, aber wenn es kühler wird, dann wird dies wohl auch schwieriger.
Wie macht IHR Herbst- und Winterbarfußläufer dies nur? Da würde ich auch gerne was „cooler“ sein!
schnief
Das Wetter in Köln ist für mich kein Barfußwetter mehr …
Selbst die Barfußschuhe sind mir den ganzen Tag schon lästig zu tragen, nach meinem ausgiebigen Barfußsommer. Ich hoffe auf einen „Altweibersommer“, bei dem man noch mal barfuß unterwegs sein kann.
Es dauert seine Zeit. Eventuell ein paar Jahre. Jedenfalls, wenn man sich nicht quälen will was Unfug wäre. Aber jedes Jahr ein bisschen mehr, das geht.
Zur langsamen Gewöhnung auch drinnen z.B. auf der Arbeit immer barfuß sein. Ich weiß, es kann nicht jeder. Aber wenn man mehr als 40h/Woche Schuhe an haben muss, ist der Temperaturwechsel zu groß und die Gewöhnung nicht einfach.
Nach anfänglicher Gewöhnung kommt der schwierigste Teil, den nur Freaks bewältigen: Sich im Herbst erst dann Schuhe anzuziehen, wenn einem selbst zu kalt ist und nicht schon dann, wenn es den anderen zu kalt ist.
Auch, wenn es kein echtes Barfußlaufen ist; ich trage praktisch das ganze Jahr, auch im Herbst und Winter Flip Flops, die ich so oft wie möglich dann auch ausziehe, heute z.B. beim Hundespaziergang auf Rauhreif auf der Wiese bei 2 Grad.
Später auch bei der Gartenarbeit bei 6 Grad.
Wird es wirklich zu kalt oder der Untergrund zu eklig, kann ich sie jederzeit wieder anziehen.
Nackte Zehen und so sind jedenfalls dann auch bei leichten Minusgraden schon kein Problem mehr.
Da gehört zehenspitzengefühl dazu.
Die eigenen grenzen finden und behutsam ausdehnen, die körpersignale richtig auswerten (wann ist es zu unangenehm, wann setzt nerventaubheit ein). Den richtigen punkt finden, um wieder ins warme zu gehen.
Täglich rausgehen, am besten mehrfach. Zu kurz macht nichts, zu lang kann schlimmstenfalls zu erfrierungen führen, wenn die eigenen empfindungen missachtet werden.
Bewegung in kälte kann den kreislauf so anregen, dass sich ein gleichgewicht einstellt. Das ist zwar „energieverschwendung“ über die kältebrücke zwischen der nackten sohle und dem boden, aber besser die energie so verschwenden als in fettpölsterchen anlegen.
Du wirst feststellen, dass du weder nach dem kalender noch nach dem thermometer gehen kannst. Ob ein boden im schatten oder in der sonne ist, feucht oder trocken, ob er die tageswärme speichert oder die nachtkälte, ob wind weht oder nicht, ob schnee liegt (und welche art von schnee), das alles beeinflusst, ob und wie lange sich deine nackten füße wohlfühlen.
Und ja, wollstulpen können gemütliche wärme vermitteln und die kälte an den sohlen ein stück weit ausgleichen.
Vielen Dank für die zahlreichen Ratschläge.Irgendwie trifft mich jedes Jahr der Wetterumschwung im September und schlägt mir auf das Gemüt. Ich laufe in kalten Sommernächten im T-Shirt und bei gleichen Temperaturen an einem Herbsttag mit Pullover und Jacke durch die Gegend. Mir ist jetzt schon in den Barfußschuhen mit Socken schweinekalt. Für ich ist momentan gar nicht daran zu denken, draußen ohne Schuhe zu laufen. Für mich ist jetzt schon tiefster Winter. In meiner fußbodenkalten Altbauwohnung laufe ich nur noch auf Socken oder Schlappen. Manchmal lasse ich sogar die Straßenschuhe an. Eklig - oder?
Ich werde einfach kein cooler Bafußläufer im Herbst oder Winter. Nennt` mich Weichei, Warmduscher oder . . . Ich stehe dazu! Zumindest bis zum Frühjahr werde ich pausieren.
Geht mir leider genauso!
Ich freue mich schon, wenn ich bei mildem Herbstwetter mal in Sandalen ohne Socken rumlaufen kann. Ist natürlich mit barfuß nicht zu vergleichen!
Ich Taste mich auch recht behutsam dran, letzten Winter das erste mal einige Meter durch den Schnee barfuß.
Zuhause geht es mir mit dem sehr kalten Parkett Boden ebenfalls so- fast nur Sandalen oder Socken wenn es jetzt richtig kalt wird.
Aktuell bin ich draussen weiter mit barfußschuhen unterwegs ohne Socken.
Da bin ich ja froh, dass ich nicht alleine bin
Heute sollen es bei uns 18 Grad werden, da könnte man es mal wagen, ohne Socken in Bafußschuhen zu laufen. Solange man läuft und in Bewegung ist, da geht es ja, aber wenn man lange steht oder sitzt, dann wird es schon etwas kühl. Aber ohne Socken ist das Feeling schon viel besser!