Barfußlaufen at home

Hallo zusammen,

wenn ich mich hier im Forum umsehe, fällt mir auf, dass oft über Outdoor-Aktivitäten, das Wandern oder das Barfußlaufen auf der Straße geschrieben wird. Über das Barfußlaufen in den eigenen vier Wänden liest man dagegen eher selten – für die meisten ist es wohl einfach zu selbstverständlich. Für mich ist es das ja auch, jedoch mache ich daraus manchmal trotzdem eine ganz bewusste Praxis.

Draußen bin ich nur ein Gelegenheits-Barfußgeher, doch zu Hause verzichte ich konsequent auf jegliche Fußbekleidung. Wenn ich durch meine Wohnung gehe, konzentriere ich mich manchmal gezielt auf das Abrollen auf den verschiedenen Untergründen. In diesen Momenten empfinde ich Dankbarkeit und Glück darüber, keine Schuhe tragen zu müssen.

Ich höre extrem viel Musik, wenn ich zu Hause bin. Manchmal liege ich einfach nur da und lausche den Klängen, aber ich liebe es oft auch, mich zur Musik zu bewegen. Ich bewege mich dann ganz intuitiv im Rhythmus durch den Raum, achte intensiv auf das Abrollen der Sohlen und genieße es, wie frei meine Zehen in diesem Moment sind. Das hilft mir perfekt, den Kopf frei zu bekommen. Wenn ich mich so von der Musik treiben lasse, gerate ich regelmäßig in einen tiefen Flow-Zustand. Ich verliere dann jegliches Gefühl für die Zeit, sodass Minuten oder Stunden vergehen, ohne dass ich es überhaupt bemerke. Mein innerer Kritiker verstummt in diesen Augenblicken komplett und unzufriedene Gedanken oder Momente der Einsamkeit sind wie weggeblasen. Die Konzentration auf meinen Körper passiert ganz von selbst und ohne jede Anstrengung, die Musik und die Bewegung verschmelzen einfach zu einer mühelosen Einheit.

Ich wollte diese persönliche Erfahrung einfach mal mit euch teilen, weil mir das bewusste Gehen in der Wohnung und das Barfußtanzen zu Musik so viel Kraft schenkt. Vielleicht gibt es ja hier noch jemanden, der/die das Barfußsein drinnen ähnlich intensiv zelebriert. Ich bin sehr gespannt, ob jemand von euch meine Gedanken nachvollziehen kann!

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Erinner mich an früher, als Musik hören noch offiziell als Hobby galt, die Lautsprecher im heiligen Stereodreieck standen und die Fensterscheiben im selben Tackt vibrierten, wie die Wände.:smiling_face_with_sunglasses:
Ich war eher der passive Zuhörer.

Zu Tanzen begann ich erst mit meiner Liebsten (allerdings eher zu anderer Musik, als früher das Haus erbeben liess).

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Als kind trug ich tatsächlich hausschuhe, irgendwas zwischen birkenstock und handgeflochtenen juteschuhen als ergebnis einer kreativen phase meiner mutter. Dass die mir viel zu warm und eng waren, merkte ich erst viel später und heute wundere ich mich, wie ich das aushielt. Aber als kind machst du eben das, was im haushalt normal ist. Der vater hatte hölzerne Berkemann-sandalen, an deren geräusch auf der holztreppe erinnere ich mich heute noch. Insofern kann ich eltern nur empfehlen, nackte füße im haus als standard zu etablieren, das macht vieles einfacher.
Jahrelang lebte ich in mietwohnungen in alten häusern mit hölzernen decken und böden, wo die nachbarn eine etage tiefer jeden schritt mitkriegen. Das hat meine gangart (federnder vorfußgang) wesentlich beeinflusst. Heute wohne ich in einer eigentumswohnung mit parkettboden auf beton und darunter ist nur ein parkdeck, ich könnte also beliebig laut herumstampfen, das mache ich aber nicht. Ich stelle jedoch bei anderen fest, dass sie es auch ohne hausschuhe schaffen, sehr geräuschvoll in der wohnung herumzustampfen.

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Barefoot at home ist bei uns der Standard. Jeder der die Wohnung betreten möchte, muss die Schuhe ausziehen. Es sind einfach keine Schuhe erlaubt. Falls jemand nicht barfuß laufen möchte, haben wir ein paar Hausschuhe oder Beck Air parat.
An der Wohnungstür habe ich ein Schuhverbots-Schild vor Jahren angebracht. Bisher hielte sich jeder daran.

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Ich finde deinen Text schön geschrieben, finde ich klasse das du dir dafür die Zeit nimmst - das geht in unserem Alltag all zu oft unter(mein Eindruck).

Ich selbst gehe Zuhause ebenfalls Barfuß, sogar in den Keller oder teils auch ums Haus. Da ich in einer kleinen Mietwohnung, mit geschätzt 15-20 Einheiten wohne, ist das dennoch meist möglich.

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Es freut mich total, dass mein Text dich angesprochen hat.
Ich wohne auch in einem Mietshaus – und zwar ganz oben im vierten Stock. Wenn ich den Müll oder das Altpapier runterbringe oder einfach nur zum Postkasten gehe, mache ich das oft barfuß. (Ich habe das übrigens auch mal bei einer ehemaligen Nachbarin so beobachtet.)
Mein absolutes Highlight auf dem Weg sind dabei die glatten Stufen. Es ist einfach ein tolles Gefühl, da barfuß drüberzugehen! In solchen Momenten bin ich dann richtig froh, dass ich so einen langen Weg durch das Treppenhaus habe.

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