Ein neuer mit weniger Schuh

Nabend erst einmal.

Ich bin 55 und wohne bei Göttingen.
Barfuß bin ich bisher nicht zu oft gelaufen. Vor etwa 10 Jahren habe ich mir vibram Zehenschuhe gekauft, aber wegen „peinlich“ dann doch kaum getragen.

Seit ein paar Monaten habe ich neuere, billige, barfußschuhe. Inzwischen trage ich die fast immer. Heute das erste Mal beim spazieren auch wieder ganz barfuß. War etwas frisch mit 8°C und nassem Boden. Hab etwa 1/3 der Strecke ohne Schuhe und den Rest in barfußschuhen geschafft (insgesamt 6km). Hab noch ziemlich Respekt vor spitzen Steinen, Ästen usw. Aber Schlamm, Pfützen oder nasse Weiden finde ich richtig angenehm.

Vor allem im Wald war das wirklich toll.

Die Füße waren in den Schuhen fast sofort wieder warm, bis auf den jeweils mittleren Zeh… Der hat deutlich länger gebraucht.

Knie und Rücken finden barfuß und barfußschuhe wirklich besser. Aber ob ich letztlich wirklich barfuß im Alltag sein werde, kann ich noch nicht sagen. Barfußschuhe jedenfalls sind schon deutlich angenehmer als andere Schuhe.

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Hi,
ich selbst trage jetzt im Winter auch Barfußschuhe. Sie sind ein Kompromiss, wenn echte Barfüßigkeit nicht möglich ist oder man sich echt barfuß noch unwohl fühlt. Von daher machst Du das mit den Barfußschuhen richtig.

LG
stromkabelsalat

Hallo Sven,
willkommen - schön, dass Du die Vielfalt des Forums mit Deinen Erfahrungen bereicherst!
Schuhe sind ähnlich wie Handschuhe: Wenn nötig, eine wunderbare Hilfe. Aber auf Dauer irgendwie lästig.
Viele Grüß, Georg

Hallo Sven,

schön dass Du hergefunden hast. Im Moment ist es wirklich ziemlich eklig und auch ich trage draußen vermehrt Schuhe, auch wenn ich es aus der Erfahrung heraus ohne ertragen könnte. Aber irgendwie habe ich derzeit keine Lust, mich durchzubeißen und wähle dann den bequemen Weg. Ich hoffe allerdings, dass es nicht lange dauern wird, ganz ohne macht schon mehr Spaß.

Dann musst Du einfach mehr „echt“ barfuß gehen (-> wenn es wieder wärmer wird), denn in Barfußschuhen wird die Haut nicht dicker, weil sie genau so wenig beansprucht wird, wie in herkömmlichen Schuhen.
Das ist auch schon der Hauptnachteil von den Dingern. Sie stellen keine wirkliche Verbindung der Haut zum Untergrund her, d.h. es fehlen sowohl die Sinnesreize als auch die mechanische Beanspruchung der Haut, damit diese robuster werden kann. Wenn die Haut aber regelmäßig gefordert wird (15min pro Tag sind schon ein guter Start), sind auch Kieswege bald kein Problem mehr.

Viele Grüße
Forbi

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Ich bin beruflich verpflichtet Sicherheitsschuhe zu tragen. Die Erleichterung am Feierabend ist groß. Ob ich allerdings im Alltag barfuß laufen will, weiß ich noch nicht. Auf Beton, Asphalt, usw. Ist es unangenehm. Da finde ich Minimalschuhe ganz okay. Zumal leider Scherben und Hundekot in der Stadt nicht sexy sind, finde ich…

Auf Waldboden, Sand, Wiese ist es toll, auch und gerade wenn es etwas nass ist.

Ich kenne ein paar Leute, die das auch im Alltag/ Beruf machen. Aber irgendwie überzeugt es mich da nicht ganz.

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Das ist verständlich. Mache es nur insoweit, wie Du Dich wohlfühlst und höre auf Deinen Körper. Barfüßigkeit soll angenehm sein und ist kein Wettbewerb.

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Hallo Sven

Na, ich hoffe, wir können Dich „anstecken“, die Minimalschuhe vermehrt wegzulassen, wenn es wieder wärmer wird! Bei Kälte ist es in der Tat besser, wenn Du auf Dich selber hörst und tust, was Dir angenehm ist. Kälte kompromittiert Deine Eigenwahrnehmung, und wenn es wärmer ist, wirst Du merken, dass Äste nicht so schlimm sind und dass man mit der richtigen Technik ziemlich normal über spitze Steine gehen kann - vielleicht nicht gerade kilometerweit ;-)…
Ich mache dieselbe Erfahrung wie Du: Ich bekomme kalte Füsse und ziehe meine Minimalschuhe an. Innerhalb weniger Minuten werden die Füsse wieder warm, und ich kann wieder barfuss weitergehen. Du wirst merken, dass wenn der Körper so gut reagiert, Du selbst im Winter mit Sandalen warme Füsse haben wirst, denn die Kälte kommt von unten.

Ich freue mich, weitere Beiträge von Dir zu lesen und mehr über Deine Erfahrungen zu erfahren!

Liebe Grüsse
Dorothea

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Hallo, wie kommst du eigentlich mit deinem namen „Schumacher“ zurecht, wenn du keine schuhe trägst?
(Es gibt auch den familiennamen „Barfuß“, ohne dass bekannt wäre, dass die namensträger öfter barfuß gingen als andere …)

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Da in meinem Namen das Schuh eh falsch geschrieben wird, ist es vermutlich egal. Allerdings hatte ich das noch gar nicht unter diesem Aspekt gesehen :wink:

Die schreibweise hast du mit den komponisten Schubert und Schumann gemeinsam. Diese namen dürften entstanden sein, bevor es eine einheitliche rechtschreibung gab.

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Jedefalls ist es tatsächlich etwas ironisch, wenn ich in Zukunft als Hr. Schumacher oft ohne Schuhe unterwegs sein werde. Davon gehe ich in Augenblick jedefalls aus. Ich trau mich noch nicht so überall, wo es möglich wäre. Vielleicht aber auch okay, dass ich erst Mal langsam da heran gehe. Noch sind die Füße definitiv nicht allen Situationen gewachsen, zu denen sie grundsätzlich in der Lage wären.

In den Tiefen des Internet lässt sich herausfinden, dass 0,007 % aller Deutschen den Familiennamen Barfuß tragen und dass er am häufigsten in Brandenburg vorkommt. :upside_down_face:
Namenskarte Barfuß

1 Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: Beginn einer Barfußkarriere - Rückblick 2023

Übrigens - kein Joke …!

ich habe eine Cousine in der Verwandtschaft, die ist eine geborene „Schuster“ und trägt nach ihrer Heirat den Familiennamen „Schuh“.

Da sie aber keine Barfüßerin ist empfindet sie das nicht als Last :slight_smile:

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Heute bei deutlich unter Null ein paar hundert Meter über einen Feldweg… Gefrorene Erde, Gras, ein paar Steine, etwas Laub.

Geht, macht den Kopf frei. Ist allerdings nicht zu angenehm, weil alles hart ist. Matsch ist geiler. Schneereste fühlen sich gut an, nehmen aber viel Wärme auf.

Tatsächlich ist ein Vorteil beim barfuß laufen, das man sich auf den Weg konzentriert. Mein ADHS Gehirn wird so etwas mehr fokussiert. Das ist vermutlich wirklich einer der besten Punkte daran für mich. Das ist echte Entspannung von unnützen Gedankenspiralen. Wirklich wichtiges bleibt übrig.

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