Habt ihr Tipps für jemanden, der eher schüchtern ist?

Ich liebe es, im Sommer barfuß durch die Stadt zu laufen, bin aber eher schüchtern. Auf belebten Plätzen fühle ich mich schnell beobachtet und bin daher öfter in ruhigen Gassen unterwegs. Ich würde mich aber gerne mehr trauen!
Habt ihr Tipps für jemanden, der eher zurückhaltend ist? Gibt es einen Trick, der euch hilft, die fragenden Blicke der anderen zu ignorieren?

3 „Gefällt mir“

Sobald du in einer Gruppe unterwegs bist, wirst du noch weniger beachtet, als wenn du alleine bist. Wenn jedoch die ganze Gruppe barfuss ist, fällt diese zwar auf, wird allerdings weniger angesprochen, als eine Einzellperson.
Wenn du ein paar Antworten auf die gängigsten Fragen im Voraus auswendig lernst, klingt es spontaner und schlagfertiger, als wenn du wortlos überlegen musst, bis dir etwas passendes einfällt.
:innocent:

2 „Gefällt mir“

Ich kann dich verstehen, ich kannte das auch. Je öfter du es machst, desto mehr wird es für dich normal!

3 „Gefällt mir“

Hallo Gregor, herzlich Willkommen hier!

Ich bin auch eher schüchtern und falle nicht gerne auf. Wenn ich ohne Schuhe unterwegs bin, suche ich weniger Augenkontakt und versuche mich sonst möglich unauffällig zu verhalten, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu vermeiden.

Allerdings meine ich bemerkt zu haben, dass man auf belebten Plätzen oder Orten mit vielen Leuten (Bahnhof, Einkaufszentrum etc.) weniger auffällt als in Nebengassen, wo einzelne Leute mich viel mehr wahrnehmen. Im Zentrum ist es viel anonymer und jeder ist mehr mit sich selbst beschäftigt.

4 „Gefällt mir“

Ein riesiges Dankeschön für eure Nachrichten und hilfreichen Tipps zu meinem Beitrag! Es ist toll zu sehen, dass wir uns hier gegenseitig so unterstützen!

Solche Themen sind eben nicht einfach, weil sie vermeintlich einfach sind.
Auch wenn es Dir vermutlich bereits etliche Male gesagt wurde: Einfach machen. Wenn es Dir hilft, kannst Du Dir eine kleinere Stadt, zu der Du keinen Bezug hast, suchen und dort barfuß herumlaufen.

„Keine Deusch. Arabikk ohnlüü.“ ist meine Lieblingsantwort. Es sei denn die- / derjenige macht den Eindruck, sie beziehungsweise er sei der arabischen Sprache mächtig. Dann wäre es eher Polski oder Ruski.

1 „Gefällt mir“

Hallo Gregor, ein herzliches Willkommen.

Ich habe zuerst auf mäßig besuchten Straßen begonnen.
Bis ich mich langsam an die Stadtmitte herangewagt habe.
Hoffe bald wieder mehr draußen barfuß laufen zu können

1 „Gefällt mir“

Man darf nicht vergessen: für die anderen sind wir meistens viel weniger wichtig, als wir in solchen Momenten denken. Die meisten schauen kurz und sind gedanklich schon wieder ganz woanders. Und man muss auch gar nicht völlig angstfrei oder wahnsinnig extrovertiert sein: man darf ruhig ein Stück schüchtern bleiben und das Barfußlaufen trotzdem genießen.

Ich selbst bin da überhaupt nicht schüchtern und genieße es oft sogar, ein bisschen aufzufallen. Aber meine Erfahrung ist trotzdem: 90 % der Menschen ignorieren einen in den allermeisten Fällen komplett – selbst im Winter, vor allem dann, wenn man sich selbst ganz normal verhält.

Es gibt nur einzelne Situationen, die mich etwas nerven, zum Beispiel Bushaltestellen: man geht seines Weges und läuft an einer Haltestelle vorbei, wo Menschen sitzen oder herumstehen. Plötzlich werden sie zu einem Publikum, einfach weil sie in dem Moment nichts Besseres zu tun haben, als zu warten und zu schauen – und ich bin gewissermaßen ihre Bühne. Da fühlen sich manche dann wohl eher dazu eingeladen, einen Blick oder auch einen Kommentar loszulassen. Aber ich stehe darüber.

5 „Gefällt mir“

Wintererfahrungen habe ich nicht, weil es mir da zu kalt ist, aber im Sommer werden aus den 90 % schnell 99 %, die einen ignorieren. Wenn man selbstbewusster ist und zu den Menschen hinguckt, merkt man, dass es wirklich den meisten ganz egal oder jedenfalls nicht wichtig ist, ob da jemand barfuß ist oder nicht.

4 „Gefällt mir“

Hallo Gregor, hier sind zwei motivationsvideos:

#1 A story about how to build confidence & go barefoot in public
von Barefoot Homestead (Tansania)

Ausklappen für zusammenfassung

Dies ist die geschichte von „Peter“, der lange zeit ein schuhträger-normalo war, doch eines tages bekam er eine große blase und musste seine schuhe ausziehen – und weil es ihm so gut gefallen hatte, wollte er weiter barfuß gehen, aber traute sich nicht wegen der leute

==> lege dir einen legende für deine barfüßigkeit zurecht, oder du hast bereits einen grund, dann bist du für nachfragen präpariert und must diese nicht fürchten

  • er fing in der einsamkeit der natur an
  • nachdem er sich daran gewöhnt hatte, ging er auf unbelebten seitenstraßen wo nur wenige leute waren
  • er ging in geschäfte wo nur wenig los war wo er barfüßig gespräche mit den kassierern üben konnte
  • nach 5 monaten hatte „Peter“ dann keine angst mehr und ging barfuß überall hin
  • happy end

#2 how to walk BAREFOOT in public with CONFIDENCE ☆ 10 tips!
von Miin Barefoottrainer (Malaysia)

Ausklappen für zusammenfassung

Wolltest du schon immer mal barfuß in der öffentlichkeit gehen, aber sorgst dich darum wie andere dich sehen könnten? Du bist nicht allein.

  1. Sehe nicht aus wie ein penner – wenn barfuß dann mit style!
    ==> konzentriere dich darauf, dass deine barfüßigkeit der einzige ‚regelbruch‘ ist den du nach außen vertreten musst
  2. Lass dir eine pediküre machen oder pflege sie selber – keine ungepflegten pfoten!
    ==> es ist hilfreich für das offensive vertreten deiner barfüßigkeit wenn deine füße picobello sind und du nichts zu verstecken hast
  3. Kräftige füße – sorgen für eine aufrechte haltung und das wiederum für ein selbstbewusstes aussehen!
    ==> regelmäßiges barfußlaufen ist das beste training dafür
  4. Genieße es dass du gegen den strom schwimmst und dabei etwas gesundes tust – du bist der hauptdarsteller einer bewegung und eine inspiration für andere!
  5. Geisteshaltung – deine füße sind alltagstauglich, sie brauchen keine ‚unterstützung‘ oder ‚schutz‘. Du brauchst auch keine modeschuhe um dich selbstbewusst zu fühlen!
  6. Gehe mit freunden – gemeinsam ist alles lustiger (und einfacher)!
  7. Fange in bekannten und einfachen orten an – wo wenig leute sind und wo barfüßigkeit eher sozial akzeptiert ist! Bevor du dich in unkonventionelle oder unsichere orte wagst!
  8. Trage Crochets (Barfußsandalen) – damit fühlst du dich vielleicht weniger nackt!
    ==> es signalisiert auch allen anderen, deine barfüßigkeit ist volle absicht und nicht etwa nur schuhe vergessen etc
  9. Bewaffne dich mit wissen – lerne die wissenschaftlichen vorteile und wie man die üblichen vorurteile gegen barfüßigkeit argumentativ ausräumen kann!
  10. Und zu guter letzt: die trolle nicht füttern und ignorieren – die meisten leute kümmert es nicht dass du barfuß bist!
3 „Gefällt mir“

Hallo zusammen! Wenn es wärmer wird, plane ich einen Barfuß-Spaziergang in einem Park bei mir in der Nähe. Da der Park aber sehr klein ist, möchte ich dabei so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen. Es soll für die anderen Parkbesucher so wirken, als wäre es für mich das Normalste der Welt, hier ein paar Runden ohne Schuhe zu gehen.

3 „Gefällt mir“

Moin Gregor,

Erstmal auch ein herzliches willkommen in unserer Runde und liebe Grüße in die wunderschöne Stadt Wien wo ich 2010 vier Monate leben und arbeiten durfte, es war eine tolle Zeit :smiling_face:

Nun zu deinem Plan: ist doch eine gute Idee und du wirst sehen die Leute werden kaum reagieren und du wirst sehen es wird von Mal zu Mal normaler. Laß dir einfach Zeit, ich habe Jahre gebraucht, bis es für mich normal wurde fast alles barfuß zu machen. Ich erlebe übrigens immer mal wieder, daß ich sehr positive und wertschätzende Rückmeldungen von Menschen unterwegs bekomme.

Also du schaffst das, ich wünsche dir tolle Brafußerlebnisse und denk immer dran,daß es wichtig ist, daß du dich gut fühlst und es ist egal was andere denken. Bin gespannt was du berichtest.

Gruß Ralf :footprints:

4 „Gefällt mir“

Hallo Gregor! Ich sehe, dass du in Wien lebst. Ich wohne im Bezirk Wr. Neustadt an der Hohen Wand und bin oft in Wien zu Konzertbesuchen (Klassik, Musikverein, Konzerthaus). Seit ein paar Jahren (bin 65) gehe ich fast ausschließlich barfuß. Anfangs ist es mir genauso gegangen wie dir und es war mir unangenehm, wenn ich das Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Inzwischen machte es mir nichts mehr aus und ich bin in diesem Winter zu ersten Mal komplett barfuß gegangen (man muss ja nicht stundenlang draußen herumlaufen, meistens ist man eh in Gebäuden - Geschäften, Supermarkt, Shoppinghaus usw). Ich habe mir vorgenommen, auch in den Musikverein und ins Konzerthaus barfuß zu gehen - dunkle Hose + Jacket, also ordentlich gekleidet, aber barfuß. Anfangs hat es mich sehr viel Überwindung gekostet, aber inzwischen macht es mir sogar Spaß. Manche Leute schauen komisch, aber Probleme hatte ich noch nie. Auch bei den berühmten Bayreuther Festspielen und den Salzburger Festspielen war ich im Sommer des vergangenen Jahres barfuß (siehe Foto) und mache es in diesem Jahr wieder. Ich habe auch vor, mir die Füße tätowieren zu lassen (dezent, je ein kurzer Spruch oder Zitat an den Innen- und Außenseiten, z. B. „free your soul,bare your feet“, „nackte Füße gehen weit“ etc)
Wer weiß, vielleicht begegnen wir uns ja mal barfuß in Wien! Oder vielleicht hast du mals Lust auf ein Treffen? Barfüßige Grüße, Tom


3 „Gefällt mir“