Pfingstmontag 2026 Lehmen-Schäfler Retour



Heute Morgen bin ich etwas nach 04 Uhr mit dem e-Fahrrad nach Lehmen geradelt, von dort zu Fuss hinauf zum Berggasthaus Schäfler.
Unterwegs hatte es um diese Zeit fast keine Menschen. Ich hörte mehrmals den Kukuck (aus verschiedenen Richtungen), es waren wohl mehrere. Auch Wildhühner oder so hörte ich aus der Ferne ebenfalls mehrmals und aus verschiedenen Richtungen.
Den ersten anderen Menschen begegnete ich erst nach ca. 3/4 des Weges nach Oben.
Es gab 3 steile Schneefelder zu durchqueren, wobei ich beim Zweiten keine Spuren sah, bevor ich es durchquerte. Erst danach merkte ich, dass ich ein paar Meter tiefer war, als der eigentliche Weg.:see_no_evil_monkey: Ich dachte zuerst schon, dass ich der einzige Dämliche sei, der solche Schneefelder quert, aber anscheinend gab es vor und nach mir noch welche, die das Risiko nicht scheuten.
Die nächsten Leute sah ich erst wieder ab der Wegkreuzung, wo es zur Ebenalp oder weiter zum Schäfler ging. Da dort der Weg breiter und grobschottriger ist und ein Schneefeld noch Teile des Weges bedeckte, entschied ich mich neben dem Schneefeld auf natürlichem Grün weiter zu gehen. Den letzte Teil vor dem Gipfel konnte ich dann nicht mehr ausweichen und lief den Schottrigen Weg.
Bevor ich das Restaurant betrat, reinigte ich meine schmutzigen Füsse an der extra bereitgestellten 3er Bürste. Schliesslich will man zu Hause auch nicht den Dreck von draussen im Haus haben.
Den Wirt kenne ich persönlich und fragte extra gestern, ab wann er offen habe.
Er öffnete für mich die Gaststube und wir konnten uns etwas unterhalten, ehe er für die Übernachtungsgäste das Buffet um 7 Uhr eröffnete.
Nach einer Pause und einer kleinen Stärkung inkl. „Getränkerückgabe“ machte ich mich wieder auf den Rückweg.
In der Nähe des ersten Schneefeldes über den breiten „Ebenalp-Schäfler-Weg“ war der Boden matschig und ich habe einen Moment nicht richtig aufgepasst… Trotz Wanderstöcken konnte ich mich nicht auf den Füssen halten und habe Matsch an den Unterschenkeln, bis zum Knie aufgelesen, den Rucksack eingesaut und selbst am einen Stockgriff habe ich Matsch gesehen, nachdem ich mich wieder aufgerichtet und den Strohhut wieder aufgesetzt hatte.
Mit einem kurzer Blick rundum vergewisserte ich mich, dass niemand in der Nähe war um mir zu erzählen, wie dämlich es war hier bergab im Matsch barfuss zu gehen.
Ab sofort achtete ich bei jedem Schritt noch mehr auf den Untergrund und den Grip.
Die drei Schneefelder waren ja auch noch zu queren.
Der grösste Teil des Weges hinunter war dank Berg hinter mir noch im Schatten sehr angenehm von der Temperatur her.
Der Weg dort ist teilweise extrem Steil und nur mit kniehohen Tritten möglich was für mich aufwärts besser machbar war als abwärts.
Da es sich durchgängig um einen Bergwanderweg (weiss rot weiss) handelt, ist die offizielle Empfehlung gutes Schuhwerk, schwindelfrei und fit lautet, empfehle ich niemandem, mein Verhalten dort nach zu machen.
Der Weg ist definitiv eine Herausforderung welche nicht für alle Leute geeignet ist.
Ich ging den Weg heute zum 3. Mal aufwärts, aber zum 1. Mal abwärts.