ich habe es ja schon des öfteren erwähnt, und für mich gilt es auch unverändert: geschotterte Parkflächen, Parkwege und auch Waldwege kann ich barfuß nicht bezwingen, barfuß über den Parkplatz bei mir in der Nähe nur ein Zeitlupe und möglichst oft ins Gras daneben treten (welches ich eiegntlich schonen will), Wege im Bauernwald und Marienbergpark meide ich barfuß komplett, in den Reichswald würde ich mich barfuß niemals wagen. Nun sind das bei mir alles stadtnahe Wälder und deswegen ich sach mal „städtisch“ ausgebaut mit ordenlich geschotterten Wegen, gut zum Radfahren oder Wandern mit Schuhen, aber barfuß kann ich mir nicht vorstellen, wie eine Tour, bei der jeder Schritt intensive Schmerzen bringt, zu einem Genuss werden könnte. Weiter weg von Städten gibt es vielleicht andere Wege.
Da ja nun neulich das Thema mit dem Winter und den Temperaturen wieder zu Sprache kam, das es sehr individuell sein kann, was im Laufe der Zeit eben geht oder nicht, frage ich mich, ob das bei den Waldwegen auch so ist. Sprich ob es tatsächlich sein kann, das man selbst diese Wege nie können wird, während jeder andere Barfüßer sie eben kann? Bei mir kommt ja z.B Plattfüße und ein Abtropfgewicht von 120kg dazu…
Ich frage mich also: Ist das unvermögen meinderseits, Waldwege barfuß nutzen zu können zu können vielleicht der Speziellen Nürnberger Bauform von Waldwegen geschuldet, sprich laufen Barfüßer die gerne durch den Wald laufen auf einem anderen Typ Weg (und falls ja auf welchen, und wie kommt man da hin?), oder liegt es an meiner individuellen „Bauart“ das ich das nie (schmerzfrei) können werde während jede andere Barfüßer diese Wege laufen könnte?
„Waldwege“ sind jeder weg im wald. Ich unterscheide davon die „forststraßen“, die von der forstwirtschaft gebaut und unterhalten werden, um mit Lkw und diversen holzernte-maschinen in die wälder fahren zu können. Diese sind in der regel geschottert und verdichtet, um die achslasten dieser schweren fahrzeuge zu tragen, ohne dass sich dauernd schlaglöcher bilden. Für wanderer sind sie nicht gut geeignet (für radler übrigens auch nicht wegen schlechter traktion in den kurven: rollsplitt). Leider führen viele touren am anfang und ende über solche forststraßen, da die kleinen waldwege nicht zu den üblichen ausgangspunkten (orte, haltestellen, parkplätze) geführt werden, sondern erst später irgendwo abzweigen.
Ich habe schon forststraßen erlebt, deren oberfläche aus einer gut verdichteten mischung verschiedener körnungen einschließlich sand besteht. Die sind besser zu gehen, aber vermutlich auch aufwendiger und teurer zu bauen. Für forstwirte sind wanderer höchstens ein nebenaspekt, die kleinen wege im wald werden manchmal von gemeinden, meistens aber nur von vereinen erhalten, bei denen sich alle paar jahre ein paar ehrenamtliche drum kümmern, einen weg gangbar zu erhalten. Wo solche regelmäßige erhaltung nicht stattfindet, können wege auch verschwinden, etwa wenn sie nach einem sturm von umgestürzten bäumen verlegt werden oder gar ein erdrutsch einen hang mitnimmt.
Fallendes laub wandelt sich irgendwann in humus um und macht die wege etwas besser gangbar, aber viele wege sind auch nach jahrelanger barfuß-wandererfahrung für mich eine tortur. Irgendwie bringe ich sie verletzungsfrei hinter mich, aber dann bin ich völlig fertig.
Ich finde, es gibt tatsächlich sehr unterschiedliche Wege durch den Wald. Einerseits reine Fusswege, welche kaum für Fahrräder geeignet sind, diese werden teilweise nicht so häuffig „gewartet“ und sind dadurch ohne Schuhe sehr angenehm zu begehen (keine tropfenden Socken, wenn der weiche Untergrund mal knöcheltief nachlässt ).
Die Steine dort wurden mit der Zeit abgerundet, oder die Steine dafür wurden einem Bach entnommen.
Und es gibt noch andere Wege, welche primär für schwere Maschinen und grobe Schuhe gemacht wurden, da ist dann der Schotter frisch aus dem Brecher und die Kanten noch alle scharf.
Leider verstehen hierzulande viele Wegmacher unter „Wegpflege“, dass ein paar Ladungen frisch gebrochene Steine aneinandergereiht im Wald gut für einen Weg seien.
In ein paar Jahrzehnten sind dann diese Wege vielleicht auch wieder angenehmer zu Fuss zu durchschreiten.
Die Probleme kenne ich auch.
Ich gehe ja auch sehr gerne barfuß in der Natur spazieren.
Ich bevorzuge dabei Waldwege, schon allein deshalb, weil ich den Aufenthalt in Wäldern sehr angenehm finde.
Ich habe auch schon festgestellt, dass ich viele Wege nicht schmerzfrei begehen kann wegen der Bodenbeschaffenheit.
Die oft vorhandenen kleinen Steine können dann schon weh tun. Vermutlich, weil meine Sohlen dazu auch zu weich sind.
Deshalb suche ich nach Trampelpfaden oder Reitwegen, die haben in der Regel einen weichen Boden ohne Steine.
Der Boden darf auch gerne matschig sein.
die Wege an die ich Hauptsächlich denke, weil es eben die Waldspaziergänge meiner Kindheit waren (Ziegelstein - Buchenbühl, Ziegelstein - Weißensee, oder die später entdeckten Wege nach Wolfsfelden und Erlangen usw) würden da alle in die Kategorie Forststraßen fallen. Frage wir lößt ihr das Forststraßenproblem? Macht ihrs dann trotzdem, oder setzt ihr da die Notschuhe ein? Welche Länge auf Forststraßen würde ihr euch maximal zumuten?
Weil das Problem was tiptoe erwähnt, nämlich
Leider führen viele touren am anfang und ende über solche forststraßen, da die
kleinen waldwege nicht zu den üblichen ausgangspunkten (orte, haltestellen,
parkplätze) geführt werden, sondern erst später irgendwo abzweigen.
is hier auch so, ohne Folterstrecke kein brauchbarerer schöner Weg erreichbar (der nächste Schöne dürfte der Kothbrunnengraben sein, aber je nachdem wie man läuft ist da schonmal fast 3,3km Folterstrecke bis man den Anfang erreicht, und ich glaube nach 3,3km Folterstrecke bin ich so durchgemartert das, ich den eiegntlichen Weg nimmer geniesen kann (zumal am Neuenhofer Ende ich ja auch wieder aus dem Wald raus muss…) zumal ich den so langsam laufen müsste, das ich locker 3-4 Stunden bis dahin rechnen müsste - mit 4km/h ist da bei mir nix mehr (langsam beginne ich zu begreifen, warum Nürnberg - Fürth früher als 8h Wegweit angegeben wurden…)
an Adi
Der mittlere Weg schaut für mich auch ziemlich anstrengend aus, ich denke, auch so ein Weg ginge bei mir nur in homöpatischen Dosen…
an Naturfreund
Die oft vorhandenen kleinen Steine können dann schon weh tun. Vermutlich, weil
meine Sohlen dazu auch zu weich sind.
Ja, das Problem hab ich eben auch, die Stadtflächen schleifen des ja dauernd runter, aber was anderes als Stadt kann ich net laufen… irgendwie ein Teufelskreis.
Das oberste Bild stammt aus der Nähe beim Resspass Richtung Forstseeli. Die weiteren Wege dort, grossteils eher Versorgungsstrassen aber leider auch schmale Fusswege waren bei meinem letzten Besuch frisch geschottert und ich war dann doch froh um meine Espadrillos.
Das zweite Bild entspringt dem Weg von Lehmen Richtung Schäfler. Ich fand die runden Steine angenehm (unmittelbar vorher war der Weg noch mit Wasser geflutet und die Füsse konnten noch etwas abkühlen, etwas weiter oben dann durch den Wald war eine natürlichere Strecke mit Wurzeln und echtem Boden.
Das letzte Bild des vorherigen Beitrags stammt vom Rückweg (vermutlich oberer Chäsbach). Dort war ich ebenfalls froh, dass ich die Espadrillos dabei hatte. Der Schotter in unterschiedlichen grössen und dann noch bergabwärts nach etlichen Stunden zu Fuss waren echt anstrengend.
Notsandalen nehme ich nur dann nicht mit, wenn ich weiß, dass die wegstrecke komplett angenehm begehbar ist. Sonst versuche ich möglichst schnell auf schleichwege abzubiegen. In unbekanntem gelände kann halt alles kommen.