Wie sähe eine Stadt für nackte Füße aus?

Wir gehen barfuß in einer Welt, die eigentlich nicht für nackte Füße gemacht ist. Stellt euch vor: überall nur Bodenbeschaffenheiten, die den Tastsinn stimulieren und nirgends scharfkantiger Schotter…
Wie müssten Städte gebaut sein, damit ein Leben ohne Schuhe für alle zur Normalität wird?

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Eine solche stadt müsste bäume zur beschattung haben, das schon im sinn allgemeiner aufenthaltsqualität nicht nur für barfüßler. Die stadt nur für nackte füße zu planen, ist vielleicht zu eng gedacht; vielmehr gibt es viele maßnahmen, die allen zugute kommen, ob mit oder ohne schuhe. So sollten die wege, die viele zu fuß gehen, so gestaltet werden, dass sich die leute auf ganzer länge wohlfühlen. Große ungeschützte flächen sind weder bei sonne noch bei regen angenehm.
Angenehmes pflaster glatter oberfläche (kopfsteinpflaster ist zwar für radler usw. nicht gut, aber hat den vorteil, dass kleine objekte, sogar glasscherben, in den ritzen verschwinden, bevor jemand drauftritt, und für die reinigung gibt es kehrmaschinen). Es gibt dann noch diverse oberflächen wie das gummiartige granulat, das manchmal auf sportstätten zu finden ist. Gut wäre es, testflächen zu verlegen und die leute zu fragen, was sie am liebsten haben. Auch wichtig, helle oberflächen, die sich in der sonne nicht so stark aufheizen.
Auf gras zu gehen, ist zwar sehr angenehm und stimulierend, aber über einer gewissen fußgängerdichte wächst das gras nicht mehr nach und wird zu matsch. Begehbare parks gehören also auf jeden fall dazu, sollten aber so beschaffen sein, dass sich keine trampelpfade bilden, wenn täglich hunderte quer über die wiese gehen. Etwa indem es viele breite zugänge von allen seiten gibt und nicht nur einzelne tore, zwischen denen die leute sich dann die kürzesten wege suchen.
Brunnen und bächle tragen sehr zum positiven stadtklima bei. Es ist eine wohltat, die füße jederzeit kurz abspülen zu können.
Sehr wichtig wäre auch die auswahl des streuguts im winter. Keinen scharfkantigen splitt, sondern eher feineren sand.
Für bodenbeläge in schwimmbädern gibt es sogar standards, die sich allerdings vor allem auf die rutschfestigkeit in nassem zustand beziehen.

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Was mir auch (oder sogar primär) für unsere Hunde wichtig wäre:
Die verdammten Glasscherben müssten komplett aus dem Stadtbild verschwinden!
Das Herumschmeissen von (zumeist) Bier- oder Schnapsflaschen müsste wirklich streng geahndet werden, gern auch Glasverbot im öffentlichen Bereich.
Und die Kippen sollten dann auch gleich weg :wink:

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Tiptoe hat natürlich völlig recht mit seinen Ausführungen, dem kann ich nur zustimmen. Ich finde allerdings, dass unsere Städte schon heute jetzt nicht sooo barfuss-ungeeignet sind. Meine Füße jedenfalls halten barfüssige Städtetouren viel lieber und länger durch als beschuhte. :slight_smile: In der Regel ist es weder megaschmutzig noch sind die meisten Untergründe unangenehm. Auch nach vielen Stunden auf baren Sohlen macht es noch Spaß, die Städte zu erkunden. Aber klar, Verbesserungspotential gäbe es schon: z.B. ne separate “Barfuß-Spur” auf Gehwegen bzw. in Fußgängerzonen, die nur ohne Schuhe betreten werden darf und mit fußfreundlichen Materialien hergestellt ist. Die Verwendung von Glasflaschen ist dort natürlich streng verboten. :wink:

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Bloß nicht zu indolent werden!

Genausowenig wie wir unsere füße in wattierte schuhe zu stecken brauchen, brauchen wir eine manikürte umgebung zum barfußlaufen.

Füße sind dafür gemacht dass sie etwas abkönnen. Grober asphalt, steine, schotter, metallgitter etc ist mit übung alles barfuß begehbar. Um in übung zu bleiben müssen solche untergründe aber im alltag auch immer wieder vorhanden sein.

Viel wichtiger wäre eine art allgemeines bewusstsein das barfuß gelaufen wird/barfußläufer existieren selbst wenn diese in der minderheit sind. So dass das verhalten dahingend moduliert wird, die straße als ein erweitertes wohnzimmer zu betrachten und nicht als müllhalde.

Also „mehr Singapur wagen“

  • keine Kaugummis
  • keine Kippen
  • keine Hundehaufen
  • etc

und keine Glasflaschen wäre natürlich auch kuhl.

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