Bei -5 Grad geht ein 3,5 Stündiger Marsch rund um die Wasserkuppe
Hallo, Domdinne,
Respekt, dreieinhalb Stunden barfuß unterwegs im Schnee! Meine längste Barfußwanderung im Schnee war so um die eine Stunde.
Viele Grüße aus Hessen
Peter
Ist bei mir leider auch so. Im Schnee sind wenige Minuten aufregend und machen Spaß, aber ich spüre meine Füße schnell nicht mehr und muss dann wieder rein.
Kann ich noch nicht sagen, in Berlin hat es noch nicht geschneit ![]()
![]()
![]()
Zum Thema Barfuß im Schnee wurde ja schon alles wesentliche gesagt. Was mich im Winter am meisten stört, ist der scharfkantige Streusplit, der gerade in München jetzt schon wieder flächendeckend an Bushaltestellen und Fahrradwegen -und damit auch auf angrenzenden Fußwegen - ausgestreut wurde. Auf längeren Spaziergängen macht das echt keinen Spaß…
Das ist wirklich das schlimmste am barfüßigen Winter.
Hier ist ein ausführliches tutorial vom Neuzeit Nomaden — seit über 20 Jahren dauer-barfuß, er muss es wissen →
Hoffentlich gibt es diesen winter auch mal schnee bei uns im norden, ich würde das gerne mal ausprobieren wie das ist, muss ja nicht gleich so extrem kalt sein.
2026 und ca. 5 - 10 cm Neuschnee!
Das macht so einen Spaß!
Sagt der Berliner:Ik freu mir?
Grüße Nobbi
Ich denke das ist alles höchst individuell und hängt vor allem von der Durchblutung der Füße ab. Seit einigen Jahren kann ich nicht mehr länger barfuß im Schnee laufen, auch nicht auf gefrorenem Boden. Vielleicht 10 Minuten maximal. Auch das wie im Video beschriebene Aufwärmen hilft leider bei mir nicht wesentlich. Immerhin konnte ich mich mittlerweile wieder bis etwa ein Grad Plus „runter arbeiten“, zumindest auf weitgehend trockenem Boden😊.
Mein zweiter Tag ohne barfuß auf der Straße gelaufen. Aber es ist mir einfach zu riskant: minus 6 bis minus 11 Grad. Dann lieber mit Surfschuhen. Geben zwar auch nicht wirklich warm, aber besser als nix.
Mein wunsch von letztem jahr hat sich nun erfüllt und es gibt schnee in norddeutschland. Bei +2°C habe ich nach über 2 stunden wanderung noch kein problem festgestellt und meine hilfsschuhe konnten im rucksack bleiben.
Es wird nur dann unangenehm längere zeit an einem punkt stehenzubleiben. Ansonsten fühlt sich, wenn die temperatur erstmal überwunden ist, schnee fantastisch an.
Mittlerweile genieße ich auch wie die anderen leute nur noch dumm aus der wäsche gucken wenn ich vergnügt vorbeilaufe. Üben, üben, üben dann könnt ihr das auch!
Ich habe es gestern ein bisschen übertrieben, waren eigentlich „nur“ 60 Minuten, wie ich es schon öfters gemacht habe, aber Zuhause angekommen kurze Zeit später merkte ich schon den Schmerz in ca. vier Zehen. An zwei haben sich große Blasen gebildet, sieht aus wie Frostbrandblasen. Ist auch sehr schmerzhaft. Ich glaube das Problem war, als ich dann direkt danach ins Auto einstieg, dass ich durchs Fahren die Zehen / den Fuß nicht mehr bewegt habe und dadurch die Durchblutung vermindert wurde. Ea war so glatt auf den Straßen, dass meine volle Aufmerksamkeit dem Fahren galt, keinen Unfall zu bauen, dass ich meine Füße „vergaß“. Besser wäre gewesen vor dem Losfahren, die Füße erst noch mal aufzuwärmen. Jetzt bereue ich es natürlich, weil der Winter ja erst losgeht…
Sollte ein Tag Pause mit Schuhen reichen und dann wieder ab in den Schnee? Vermutlich nicht ![]()
Mist…
Es waren auch noch Minusgrade. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, bei Minusgraden zumindest meine Skinners immer dabei zu haben. Fail.
Edit:
Hat jemand freundlicherweise Tipps für mich oder Erfahrung, wie man das am besten pflegt, damit es möglichst schnell heilt und die Füße wieder bereit sind? Ansonsten lass ich meinen Körper einfach mal machen.
Blasen bedeuten erfrierungen. Die oberste hautschicht löst sich ab, die untere muss sich zuerst regenerieren. Das kann sie am besten unter dem schutz der abgelösten hautschicht. Deshalb nicht wegschneiden.
Wenn sich viel wasser drunter bildet, kannst du mit einer sterilen nadel ein winziges loch an der seite machen (punktieren), um den druck abzulassen. Anschließend verpflastern, damit kein schmutz reinkommt. (So habe ich das mal gemacht.)
Es wird entmutigend klingen, aber innerhalb weniger tage ist das nicht verheilt. Die neue hautschicht braucht wochen zum nachwachsen und irgendwann löst sich dann die alte haut der blase ab. Da kann ich nur zur schonung raten.
Gute nachricht, ich hatte das auch schon mal und alles hat sich am ende regeneriert und ist so beweglich und empfindsam wie immer, es gibt also keine funktionellen spätfolgen (trotzdem hat eine fußpflegerin jahre später gesehen, dass ich an ein paar zehen erfrierungen hatte).
Nach Erfrierungen (Congelatio) und Unterkühlungen richtig behandeln handelt es sich um erfrierungen zweiten grades. Dort werden auch blasenpflaster empfohlen.
Ebenfalls von dieser seite: „Gewöhnlich heilen Erfrierungen ersten und zweiten Grades komplikationslos ohne Narbenbildung ab und bedürfen daher nicht der Untersuchung einer Ärztin/eines Arztes. Sobald aber Blasenbildung oder starke Schmerzen auftreten, sollte eine ärztliche Konsultation erfolgen.“
Also, es wird alles heilen, aber das geht nicht schnell. Die oberen hautschichten sind „hinüber“ und werden abgestoßen, bis sich die haut regeneriert braucht es nun mal seine zeit.
Ich kann nicht raten, bis zur heilung deine füße längere zeit der kälte auszusetzen. Sei weise und schone dich während der heilungsphase. Und ich bin inzwischen sehr vorsichtig und mache das höchstens zehnminutenweise. Längere touren im schnee dann vielleicht im vorfrühling bei wärmerer luft.
Vielen Dank dafür! Das hilft mir.
So hast du deine grenzen kennengelernt, leider auf die schmerzhafte weise. Dass du die blasen erst nachträglich bemerkt hast, zeigt wieder einmal die tücken der kälte (das haben schon einige bemerken müssen): Kalte nerven arbeiten nicht. Sie nehmen bei frost zwar nicht sofort schaden, aber du bemerkst dann nicht, dass deine zellen zerstört werden. Es tut erst beim auftauen weh.
Hätte ich eigentlich schon letztes Jahr, da hatte ich Erfrierungen ersten Grades, auch bei Minusgraden. Darauf sagte ich mir, dass ich bei Minusgraden zumindest Skinners oder Laufsandalen mitnehme. Ja… Gestern vergessen…
Aber heftig, dass die Fußpflegerin das Jahre später noch an deinenfFüßen gesehen hat. Oje.
Ich war heute mit meiner Grundschulklasse barfuß im Schnee. Teilweise große Ängste, teilweise Interesse, am Ende haben sich alle getraut. Ca. ein Drittel fand es toll, ein Drittel spannend und OK und ein Drittel nicht so toll. Dieses Drittel war aber nur wenige Sekunden draußen und konnte sich noch nicht richtig überwinden.
Einige Kinder musste ich wieder reinholen, die wollten gar nicht mehr reinkommen! Diese Kinder hatten sofort nach dem Reinkommen wieder ganz warme Füße, es schien ihnen überhaupt nichts auszumachen. Zur Sicherheit habe ich aber alle nach zwei/ drei Minuten wieder reingeholt.
Meine Surfschuhe reiben, an den Zehen, an der Seite, am Ballen… Wenigstens meckert der Morton-Neurom noch nicht so arg, dass die Schuhe eigentlich zu eng sind. Aber es wird schon dicker an der Stelle.
Ich will Frühling!!!
So eine Aktion gab es bei mir einst in der Oberstufe während einer Turnstunde.
Damals gehörte ich wohl zur „mittleren Gruppe“. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, ob nach der Schneerunde alle tatsächlich wieder Schuhe angezogen hatten. Aus heutiger Sicht wäre es wohl besser gewesen barfuss in der Halle weiter zu turnen.
Da hast du beim begeisterten drittel ein potential entdeckt!
Ich denke es ist zur hälfte körperliche verfassung/veranlagung (wie stark ist der kreislauf) und zur hälfte mentale einstellung. Ich habe mich anfangs auch nicht getraut und höchstens sekundenweise schnee angefasst. Auch mit den händen; ich kann mich an andere in der schule erinnern, die sich an wintertagen viertelstundenlange schneeballschlachten mit nackten händen lieferten („mit handschuhen werden die schneebälle nichts“), ich hatte da sofort steife finger …
Dann war ich irgendwann in der sauna und draußen lag schnee. Da habe ich gemerkt, bei leicht erhöhter körpertemperatur ist es nicht nur problemlos möglich, knöcheltief im schnee zu stapfen, ich habe mich sogar in den neuschnee gelegt. Ähnliches habe ich später im thermalbad bemerkt, so hat das Rogner-Bad Blumau ein außenbecken mit 38°C. Raus in den schnee und dann zurück ins wasser ist ein sehr prickelndes erlebnis.
Es kommt also aufs aufwärmen an. Wenn es mehr als ein paar minuten sein sollen, spielt die kondition eine rolle, die herzleistung, die ganze thermoregulation.
Ich gehe übrigens spätabends vor dem schlafengehen kurz im verschneiten garten spazieren, so bin ich gut erfrischt und das warme bett ist dann um so gemütlicher.



