Ich hab da mal eine Frage, was macht ihr Barfüße, wenn es eurem Partner/in nicht gefällt daß ihr barfuß seid? Schuhe tragen, ignorieren oder bleibt ihr vielleicht sogar zuhause oder nehmt den Weg alleine vor? Bin gespannt auf eure Kommentare. Meine Partnerin findet nichts tolles am Barfuß sein, findet es sogar abstoßend (z.B. in einem Restaurant), ich aber liebe es total barfuß zu sein.
Hmmm…ein Patentrezept gibt es nicht und da müsst ihr herausfinden, was für Eure Beziehung gut funktioniert. Als ich vor 7 Jahren (mit 46) damit angefangen habe, waren meine Frau und Kinder anfangs recht irritiert…durchaus zu recht, wenn man sein bisheriges Leben noch gar keinen Grund und keine Zeit hatte, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.
Zeit ist dann auch das erste Stichwort: So wie ich selber Zeit brauchte, die Bafüßigkeit in meinen Alltag zu integrieren, so hat auch meine Familie einige Monate gebraucht, sich damit anzufreunden. Irgendwann standen sie dann voll hinter mir, haben akzeptiert, dass das ein wichtiger Teil meines Selbst geworden ist, und waren schließlich sogar gekränkter als ich selber, wenn z.B. in einem Museum ein übereifriger Mitarbeiter beleidigend wurde.
Ganz wichtig und grundsätzlich eine gute Basis für eine funktionierende Beziehung ist natürlich Kompromissbereitschaft. Würde es meine Frau zu bestimmten Anlässen stören, dass ich barfuß gehe, würde ich das vielleicht hinterfragen aber im Zweifelsfall natürlich einlenken. Ebenso erwarte ich von ihr (…was sie immer tut), dass sie mich ernst nimmt und die Barfüßigkeit nicht nur als schräge Marotte abtut.
Persönlich möchte ich von allen Mitmenschen mit Wertschätzung begegnet werden. Das setzt aber voraus, dass ich ebenfalls bereit bin zu akzeptieren, dass andere diese Leidenschaft tatsächlich als merkwürdig bis eklig ansehen. Daher ziehe ich z.B. bei den meisten Restaurants Schuhe an, weil ich nicht verantworten möchte, dass sich andere Gäste wegen mir unwohl fühlen…auch bei Beerdigungen ist für mich der behutsame Umgang mit den Gefühlen anderer selbstverständlich…so irrational die Ablehnung von nackten Füßen in unseren Augen auch sein mag.
Liebe Grüße und viel Erfolg bei eurer gemeinsamen Entwicklung
Marco
Im Sommer hat Männe nichts dagegen, dass ich barfuß laufe, sofern es der Anlass erlaubt (z. B. nicht barfuß auf Beerdigungen) Aber wenn es kühler ist, weiß ich, dass er sich mit meinen Barfüßen geniert. Also ziehe ich Schuhe oder Schlappen oder Clogs an, wenn ich mit ihm unterwegs bin.
Also ich habe meinem Freund, als ich ihn kennenlernte, gesagt, dass ich im Frühling und Sommer barfuß laufe. Er nahm das zunächst nur als Information zur Kenntnis. Als es dann soweit war, fand es das optisch ziemlich toll bei mir und hat interessiert gefragt, warum ich das mache und wie es sich das anfühlt. Er akzeptiert es komplett bei mir, findet es sogar toll und macht ab und zu sogar mit.
Was für ein schönes, harmonisches Foto ![]()
Da kann ich nur zustimmen!
Idealfall: zwei leute lernen einander kennen und lieben, gehen beide gerne barfuß, heiraten barfuß, kriegen kinder, die lernen barfuß laufen und haben auch großen spaß daran … Gibt es solche familien?
Danke, das ist ja lieb. Ja, ich mag das Bild auch selber sehr (deswegen hab ich es ja ausgewählt
). Irgendwie zeigt dieser „Partnerlook“ auch, dass wir zusammengehören, oder?
Hallo zusammen,
ich finde auch es muss ein geben und nehmen sein.
Meine Frau hat meine barfüssigkeit zu Anfang komplett abgelehnt. Es gab deswegen auch oft Streit!
Seit etwa 2 Jahren und wohl auch durch das Kennenlernen anderer Barfüsser ist sie deutlich entspannter geworden.
Auch ich beharre nicht stur darauf keine Schuhe anzuziehen.
Im Restaurant oder wenn es um die Kinder geht, also Schule oder Elternabend, ziehe ich Schuhe an!
Alle Urlaube konnte ich komplett barfuß sein, sie geht auch mit mir einkaufen ohne Schuhe.
Ich glaube schon das es Zeit braucht und natürlich auch ein wenig Sturheit!
Man muss auch zeigen das man erst ernst meint!
Liebe Grüße und eine besinnliche und barfüssige Vorweihnachtszeit!
Rainer
Rainergehtbarfuß
Ja, auf jeden Fall mache ich das.
Meine Partnerin/mein Partner sollte es schon tolerieren, dass ich so gut wie überall barfuß bin. So lernt man mich schließlich auch kennen. Inzwischen bin ich fast schon so weit zu sagen, dass meine Partnerin/mein Partner auch zumindest barfußaffin sein sollte.
Hintergrund ist, dass ich 5 jahre mit einer echten Barfüßerin zsm war. Wir haben uns barfuß beim DM kennengelernt und waren uns halt von Anfang mehr als nur sympathisch. Die Zeit mit ihr war unglaublich intensiv. Wir waren sehr viel unterwegs, auf Festivals, mit dem Zug 3 Monate durch Osteuropa wo sie ursprünglich herkommt. Wir sind noch während ihrer Schulzeit zusammengezogen. Nachdem sie ihr Abi in D gemacht hat sind wir 1 Jahr lang mit einem alten Camper losgezogen. Wir waren ständig barfuß, egal bei bei welchen Gelegenheiten und bei welchen Temperaturen. In Kirchen, auf Hochzeiten, wo wir spontan eingeladen wurden, auch auf einer Beerdigung, auch zuvor schon in D auf Jugendamt, Sozialamt, Familiengericht… Danach hat sie noch 1 Jahr in D gejobbt (falls wer fragt: barfuß) und hat dann in Bukarest zu studieren angefangen und wir sind leider aus Gründen (Altersunterschied, Lebensplanung) nicht zsm geblieben. Ich denke an die Zeit aber sehr gerne zurück und wir stehen noch in gutem Kontakt.
Ich denk mal wenn man 5 Jahre mit einer barfüßigen Partnerin zusammen ist prägt das doch sehr. Seitdem bin ich doch etwas wählerisch bei PartnerInnen geworden ![]()
Bei uns war es schon immer mal ein Streitpunkt gewesen, aber mittlerweile ist es für sie kein Thema mehr. Da gibt es „wichtigeres“ was einem trennt oder verbindet.
@Barefootboy: Deine Geschichte macht mich fast etwas wehmütig. Schade, dass eure Wege sich getrennt haben.
@Prediger: ja ich find es auch sehr schade, weil es die extremste und intensivste Beziehung war, die ich je hatte. Sie ist aber auch eine starke Persönlichkeit das machte es nicht immer leicht. Jedenfalls ist sie gerade im Prüfungsstress, wenn sie mit der Uni fertig ist will wieder zurück nach D. Allerdings nur nach Berlin, wo wir uns kennen- und lieben gelernt hatten. Und da bin ich inzwischen nicht mehr.Naja, schauen wir mal.
Inzwischen ist sie schon ein paar Jahre älter aber sie ist sich, ihren Werten und Ihrem stil treu gwblieben. Barfuß ist sie auf jeden Fall immer noch und ihren schwarzen Humor hat sie auch noch (den braucht sie aber auch bei ihrer Biographie)![]()
Hier ein aktuelles Bild von ihr aus Ihrem Status von heute:
@Barefootboy: Niemand behauptet das Beziehung einfach ist, und schon gar nicht eist der eine dafür verantwortlich, dass der Andere glücklich ist. Es gibt aber nichts wettvolleres als einen Menschen gefunden zu haben bei dem man eine enge Verbundenheit erlebt. Da ist es Wert sich für die Verbindung einzusetzen. Dazu sollte sie natürlich auch stehen, sonst wird das nix.
Schöner lässt es sich kaum sagen. ![]()
Schöne Erlebnisse, hoffe ich finde auch noch eine Parterin welche zumindest zeitweise Barfuß nichts dagegen hat.
Ich bin einfach weiter zuversichtlich, gehöre auch nicht unbedingt zu den hardcore Barfuß läuten.



