Nacktwandern mit Schuhen?

Ich beschäftige mich viel mit Körpergefühl, Achtsamkeit und dem daraus entstehenden Wohlbefinden oder eben Unwohlsein. So bin ich auch zur FKK gekommen. Passt super zum Barfußlaufen! :wink:

Dazu passend bin ich auf das Nacktwandern gestossen, bei dem tatsächlich die meisten WanderInnen stabile, klobige Wanderschuhe tragen (So wird es zumindest kolportiert. Ich selbst bin nie nackt gewandert.).

Wie passt das zusammen? Also schon klar, Stock und Stein, Verletzungsprophylaxe etc.

Aber ich würde doch jederzeit auf einen hohen Schwierigkeitsgrad verzichten, wenn ich dafür die Schuhe aus lassen kann.

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Guten Morgen Marla,

meine barfüssigkeit ist besonders ausgeprägt im Wandern. Meine Distanzen liegen da zwischen 10 und 25km die ich zum Teil in recht sportlichen Zeiten absolviere. Das ist echter Ausgleich und Freiheit für mich im Sinnesrausch wo ich tatsächlich in einer Auszeit verschwinde.
Bei den Distanzen wären erschwerte „barfussfeindliche“ Untergründe undenkbar und so auch kein Genuß und keine Befreiung.

Auf einigen Routen lässt es sich auch ganz ohne gehen was an der ländlichen Umgebung liegt wo ich mich zum Wochenende zurückziehe.

Warum das Nacktwandern mit entsprechenden Schuhen gemacht wird erklärt sich für mich das hier so Wege möglich sind wo wenig textiler Gegenverkehr aufkommt da dieser in unwegsamen Routen selten bis garnicht auftaucht…

Interessante Idee.

Ich hätte gedacht, dass besonders die offiziellen Nacktwanderwege gerade so eingerichtet sind, dass man auch damit rechnet, Bekleidete zu treffen. Man also auch keinen abwegigen, höheren Schwierigkeitsgrad bewältigen muss.

In der Natur wandern mit Wanderschuhen, wenn es so warm ist, dass man nackt wandern kann, finde ich jedenfalls ganz schön schräg.

Was meinst du mit “manchmal gehts auch ganz ohne”?

Ich habe dich so verstanden, dass du sowieso brfuß wanderst.

Oder wanderst du dann ganz ohne Klamotten?

Wenn man Wege geht wo man die textile Begegnung hat, befindet man sich oftmal auf Waldwegen die meist keine längeren Strecken zulassen ohne Leid. Damit die Empfindsamkeit ein Genuss bleibt und es so ein entspanntes Wandern wird, sind es die Schuhe die das ungestörte und auch außergewöhnliche Körpergefühl für die Meisten ausmacht. Dazu kommt ja meist noch der Rucksack dazu usw. was sich von Purismus und Minimalismus weiter abgebt. Nacktwandern halt.

Barfuss ist puristisch und minimalistisch… und gibt so viel das wir es hier alle tun und lieben.
Wenn es dann mal Steigerung verlangt im Rausch… der Moment und das Gefühl passt sowie die Örtlichkeit fällt alles zum puren Höchstgenuss… ganz nackt für volle Energie

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Ja, das kann ich nachvollziehen.

Für mich ist nackt artverwandt mit barfuß.

Ich liebe es, mich in meiner Umwelt zu spüren. Nur das Starren anderer mag ich nicht, deshalb wähle ich sorgfältig aus, wo ich mich ausziehe.

Barfuß finde ich viel unverfänglicher, deshalb geht dss eigentlich fast immer.

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Für mich ist Nacktheit und Barfüssigkeit auch verbunden… daher passiert es schon mal das eins zum anderen kommt. Das mit der sorgfältiger Auswahl ist völlig richtig und auch meins, denn es ist für mich!

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Mit schuhen bist du nicht nackt, sondern höchstens halbnackt.
Offizielle nacktwanderwege, gibt es so etwas? Wenn ich danach in Österreich suche, bekomme ich keine konkreten ergebnisse, sondern nur vage hinweise, dass es so lange rechtlich unbedenklich ist, wie sich niemand dran stört. Ich bin zumindest bis jetzt über keinen gestolpert.
Ich erinnere mich an lange wanderungen, auf denen ich stundenlang nur ein paar waldarbeitern und bauern von weitem begegnet bin. Überall dort, wo es keine bewirtschaftete berghütte gibt, wo keine seilbahn fährt, kein berühmter gipfel, wo es nicht im einzugsgebiet einer großstadt ist. Da bleibt noch einiges übrig.
Allerdings erinnere ich mich auch an sonnenbrand. Zumindest bergauf wird es thermisch ohne zusätzliche isolierschicht vielleicht sogar am bequemsten sein (ggf. mit griffbereitem schweißtuch am rucksack). Bei sonnenschein im gebirge müsste ich mich sorgfältig mit schutzfaktor 50 eincremen, denn ich habe keine lust, mich an körperstellen zu verbrennen, die sonst wenig UV-strahlung abkriegen.

In Deutschland weiß ich von zwei offiziellen Nacktwanderwegen, einer im Harz und einer in der Lüneburger Heide.

Sonst ist es in D auch nicht verboten, nackt zu wandern, bis jemand sich gestört fühlt.

Stundenlang durch die Berge wandern klingt aber auch ziemlich traumhaft. Das würde ich wohl auch gern mal machen.

Hier im Ruhrgebiet lässt es sich glücklicherweise sehr gut barfuß laufen. Und sollte ich mich ausziehen wollen, gibt es hier diverse Wälder oder heimliche Stellen an der Ruhr, wo man völlig ungestört und entspannt sein kann.

Im Wald ist mir zwar schon vereinzelt jemand begegnet, die Leute haben meinen Anblick aber entspannt zur Kenntnis genommen oder mich demonstrativ ignoriert.

Und interessant finde ich: Nackt im Wald bin ich, wenn ich auf jemanden treffe, heute ungefähr so aufgeregt, wie ich es früher war, als ich mit dem Barfußlaufen in Geschäften und ÖPNV etc angefangen habe. Vielleicht wird das auch mal entspannter.

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Entspannter wird es wenn die Sorgfalt in der Auswahl getroffen ist und man sich sicher und als Mann nicht aufdringlich erscheinen kann. Denn das ist mein größtes Bedenken als nackter Mann und meiner möglichen Begegnung.

Das Barfusslaufen an sich ist im unterfränkischen Miltenberg und Umgebung absolut unkompliziert und weitläufig möglich. Man könnte es glatt vergessen. Ich hatte bisher niemals negatives oder spöttische Reaktionen erlebt. Das wäre für die völlige Nacktheit in freier Natur ein Traum. Wobei ich im selben Zug glaube das es genau deshalb besonders ist da es heimlich, ungewöhnlich und auch irgendwie verboten ist.

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Klar, wenn man einen nackten Mann im Wald trifft, wirkt das möglicherweise offensiver. Stimmt, darüber habe ich mir vorher noch keine Gedanken gemacht.

Ich liebe FKK tatsächlich insbesondere an den entsprechenden Stränden. Da weiß ich, dass niemand gafft, da ist nichts heimliches dabei.

Für mich bezieht es den Reiz aus dem Körpergefühl. Genau wie beim Barfußlaufen.

Deshalb trainiere ich auch nicht extra extreme Temperaturen auszuhalten. Was mir gut tut, mache ich, wenn es mir möglich ist, einfach.

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War auch schon das ein oder andere Mal nackt wandern. Hab den Naturistensteig im Harz mal gemacht. War sehr schön!
Hier in meiner Umgebung soll es auch eine Nacktwandergruppe geben… Hab von denen schon Bilder gesehen. Manche laufen da auch mit Schuhen! Finde das es gar nicht passt! Ist halt nicht nackt!

Grüße
Rainer
Rainergehtbarfuß

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Mich würden dann Schuhe nochmal doppelt so sehr stören.

Wenn gerade Schuhe die einzigen Kleidungsstücke sind, die man noch am Leib hätte: Fürchterlich!:face_with_spiral_eyes:

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Der Organisator unserer Nacktwandergruppe hat Flipflops an und 'nen Hut auf dem Kopf.

Da lobe ich mir seine Dogge…

Den Hut verstehe ich noch….

Darf die ohne Halsband und Maulkorb mit? :grin:

Interessant finde ich wirklich, wie viele NacktwanderInnen sich doch hier befinden. Vielleicht ist an der Theorie, dass Nackt und Barfuß miteinander vergesellschaftet ist, was dran…

:blush:

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In meinem fall bisher nur „potentiell“. Gehört zu den dingen, die ich vielleicht mal probieren könnte, wenn alles passt.
Und das ist naturgemäß so, geht es doch darum, das gewohnheitsmäßige bedecken verschiedener körperzonen zu hinterfragen.

Das sehe ich genau so.

Die breite Masse ist eher bereit, den Bruch mit Gewohnheiten zu akzeptieren, wenn es um Schuhlosigkeit geht. Das fällt in einer Zeit, in der jeder in sein Smartphone starrt, auch weniger auf, als wenn man im Adams- oder Eva-Kostüm durch den Wald läuft.

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Halsband??? Verifizieren wir jetzt mal als Schmuckkettchen :innocent:

Nein, nein, Nacktwandern ist nix für mich, obwohl ich als Barfußläuferin schon 'ne persõnliche Einladung vom Doggenbesitzer bekam.

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