Ja, zum Glück passiert sowas selten, sonst würde barfuß gehen keinen Spaß machen. Es war auch denkbar ungünstig: Müde, dämmrig, unaufmerksam, nach einer Halben griechischen Starkbiers, den Betonklotz zum draufsetzen und widerwillig Schuhe anziehen schon in Sichtweite. ![]()
Ich hatte vor 2 Jahren zwischen dem Ballen und der zweiten Zeh einen Schnitt von einer Muschel am Ufer des Bielersees eingefangen. Aber als Barfüßer bisher -toi toi toi- noch keine Verletzung in den mitlerweile 8 Monaten konsequentem Barfußgehen
Verletzt in Form von Wunden oder so hab ich mich noch nie.
Allerdings hab ich mir im Urlaub mal ordentliche Brandblasen geholt, weil der Asphalt viel zu heiß war und ich keine Schuhe dabei hatte.
Da war dann das „Schattenhüpfen“ leider auch nicht genug.
Ist aber schon lang her und mir seither auch nicht mehr passiert, da mittlerweile wesentlich abgehärteter und draus gelernt und Notschuhe dabei![]()
Meinen letzten Dorn habe ich mir mit Stoffschuhen eingezogen. Im Gebüsch hing ein Luftballon und ich wollte das Kärtchen dran lesen. Ich kam kaum nach Hause, so schmerzte die Ferse.
Barfuß wäre ich vorsichtig oder gar nicht in dieses Gestrüpp. Mit den Stoffschuhen bin ich einfach nur reingelatscht.
Meine letzte Glasscherbe ist mindestens schon ein halbes Jahr her. Ich wunderte mich, dass nach einer Woche der Schnitt immer noch nicht zuging. Schmerzen hatte ich nur am ersten Tag. Ich cremte und pflasterte und feilte, bis mich was frech anglänzte. Hey, sprang die beim Rausmachen im Bad rum, soviel Druck war da drauf. Keinen Tag später war alles verheilt.
Ach ja, und da war ja noch dieser Kompressor im Geschäft, den Chef nicht zum Schrott geben will und der immer noch bei uns rumsteht. Keine Ahnung, wie ich an ihm hängen blieb, aber meine kleine Zehe stand danach um 45 Grad ab. Aua!!! Und Zuhause angekommen blieb ich mit der gleichen Zehe am Küchentisch- Tischbein hängen. Hab den Zeh jedesmal zurück in die richtige Position gedrückt. Aua aua aua… Keiner durfte davon erfahren, also Zähne zusammen gebissen, mit Hund gelaufen, ins Geschäft gelaufen… immer barfuß, weil alles andere drückte. Und immer die Angst im Nacken, dass ich wieder irgendwo hängen bleibe. Schmerzen waren erst nach ca 8 Wochen komplett weg.
Interessant ist dass deine schilderungen in die gleiche stoßrichtung gehen wie hier → Der freundliche professor von der Rewild-Uni sagt: Bloß nicht barfuß gehen!. Schuhe täuschen eine falsche sicherheit vor, deren tatsächliche schutzwirkung wird maßlos überschätzt.
Ich selbst bin anfänglich ein paar mal auf kleine splitter getreten, niemals etwas großes. Der eigentliche punkt ist, dass alle diese vorkommnisse ein paar jahre her sind. Seit dem ist nichts mehr passiert (obwohl sich an meiner umgebung nichts geändert hat). Das bedeutet, unfallfreiheit beim barfuß gehen wird erworben!
Meine theorie ist, dass das durch eine kombination aus dickerer haut und geschärften sinnen bewirkt wird. Entweder ich bemerke die gefahr, oder wenn nicht, dann ist sie für mich auch nicht mehr gefährlich.
Wann und wie verletzt?
Gaaanz selten. Draußen nur zweimal. 2010 habe ich mir mal den linken Zeigezeh gebrochen, als die Gangschaltung vom Fahrrad ins Leere schaltete und ich mit dem Fuß vom Pedal auf die Straße geknallt bin . Kein Drama, gut verheilt, etwas schief geblieben.
2013 einen Glassplitter unter die Haut getreten. Da ist mir übrigens klargeworden, was gegen Verletzungen hilft. Wenn man normal auftritt und abrollt, ohne den Fuß zu drehen („schmieren“) oder zu schleifen, passiert eigentlich nichts.
Vergleichbar der Kette eines Panzers bei Geradeausfahrt. Diese kommt auf den Boden, bleibt dort, die Räder rollen drüber, dann wird sie hinten wieder hochgezogen.
Seitdem noch zwei Verletzungen im Haus. Glas fiel aus dem Schrank, habe versucht, es mit dem Fuß aufzufangen, Glas war aber schneller und so bin ich in die Scherben getreten. Einmal über den im Weg stehenden gelben Sack gestolpert und in einen scharfkantigen Weißblechdeckel getreten. Seitdem kommt Scharfkantiges Metall in ein Gurkenglas und geht in den Glascontainer (ökologisch unproblematisch, weil dann eben bei der Altglasverwertung heraussortiert).
Es bringt mich immer zu schmunzeln, dass die meisten Leute denken, das Hauptproblem beim barfußlaufen seien Glasscherben.
Durch das Training wird die Haut unter den Füßen so hart, dass man problemlos auf Glas laufen kann. Natürlich ist eine kleine Verletzung nie unmöglich, sondern eher selten.
Es ist ein bisschen so, als würde man auf kleinen spitzen Steinen laufen. Wir merken dass es nicht so gefährlich ist.
Aber leider haben die meisten Menchen, die nicht barfuß leben, viele falsche Vorstellungen über diese Praxis.
Die einzigen schweren Verletzungen, die ich erlitt, wurden nicht durch Glassplitter verursacht und befanden sich nicht einmal unter meinen Füßen, sondern oben. Ein Kratzer auf der Oberseite des linken Fußes nach einem Spaziergang im Wald und rote Flecken (Erfrierungen) auf der Oberseite der Füße nach einem (offensichtlich zu!) langen Spaziergang im Schnee.
Gestern Nachmittag über 15km gewandert, beinahe 640m Höhe dazugewonnen auf der Betriebs-Fidereiti.
Erst bevor ich wieder aufs Fahrrad steigen wollte, sah ich den roten Fleck auf dem Zeh.
Gerade eben am Rhein baden gewesen. Setz mich aif einen Stein, rutsch mit dem Fuss ab, zack! Mit der grosszehe in einen anderen Stein. Ergebnis: Nagelbruch bis ins Nagelbett und blutend, Nagel steht nin ein stück ab. Toll… gut gemacht![]()
@Yaris71: Wie sieht der Grosszeh-Nagel denn jetzt aus?
Naja, als er frisch kaputt war:
Heute, nach dem schleifen, pflegen und hegen:
Er steht tatsächlich weniger ab als es auf dem Bild aussieht. Ich hatte die Kannte und den Spitz abgeschliffen, damit ich nirgends hängen bleibe. Ich kann nachts ohne Schutz prima schlafen.
Dauert wohl ein paar Wochen bis das rausgewachsen ist.
Oh, schneidest den Überhang gar nicht ab?
Ich hätte Bedenken iwo hängen zu bleiben…
Nocht nötig. Habe den Übergang geschliffen so dass er sich glatt anfühlt. Es steht nichts über und es bleibt nichts hängen. Heute habe ich eon Vorstellungsgespräch, wofür ich mal die Keguano aus dem Schrank nehme. Da werd ich ein sporttape drüber machen wegen dem Mash im Innern dieser Schuhe. Aber sonst bleibe ich nirgendwo hängen, auch an der Bettwäsche nicht. Das sieht man schlecht, aber das Abgeschliffene ist sehr „glatt und eben“.
Und wieder hat es mich erwischt. Aber diesmal wäre es mit Schuhen genau gleich passiert… beim Rasenmähen it dem Möher an den Schneckenblechen entlang gefahren und sie dann umgeworfen. Natürlich stand ich genau daneben…
Resultat: 1x röntgen, Knochen heil. Bänder und Sehnen ungewiss… aber einen schweinischen Bluterguss.
Naja, ich bin ja im Urlaub
Hatte dieserhalb die letzten Woche auch eine Pechsträhne, als erstes mir waagrecht nen Spreisel im Rechten Fuß eingefangen, drei Tage Flip flops tragen, bis zu Schmerzen beim gehen so weit wegwaren, und während ich noch Flip Flips trug weil ich Fahrrad fahren musste auf einer einzelnen Stufe ausgerutscht, gegen ne Glasscheibe gedonnert, und jetzt beidseitig Schmerzen, wenn die Haxen sich in einem bestimmten Winkel querstellen sollen…
Klar natürlich auch, das ich genau in der Zeit, wo ich wieder nicht barfuß sein kann andere Barfußläufer sehe, aber mich nicht als einen der ihren zu erkennen geben kann - Murpheys Law in Reinstkultur… Manche Wochen sollte man sich die Lebenszeit zurück buchen lassen können…
Gruß Daniel




